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Musik-Monat an den Schulen : Tanzen mit Goldstaub und Prinzenkuss

Viele Fragen: Die Fünftklässler wollen nach der Aufführung alles mögliche wissen. Bild: Lucas Bäuml

Musik macht um Erfahrung reicher – da ist sich die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt sicher. Profis tanzen daher am Gymnasium Nord, die Kinder stellen Fragen.

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          Als die Waldesnacht verklungen ist, bleiben die 28 Kinder noch eine ganze Weile still auf ihren Stühlen sitzen. Dann beginnt ein hellblondes Mädchen heftig zu klatschen, und die anderen 27 machen mit. Miriam Gluth kommt wieder hinter der schwarzen Leinwand ganz hinten im Saal des Gymnasiums Nord hervor.

          Florentine Fritzen
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Jetzt darf die Klasse 5e der Darstellerin Fragen stellen. Der Finger des hellblonden Mädchens schießt empor. Die Schülerin bekommt das Mikrofon und will wissen, ob es nicht anstrengend sei, während einer Aufführung so oft die Klamotten zu wechseln? Gluth, die gerade noch auf Deutsch, Italienisch und Englisch gesungen mit ihrer Kollegin Aline Aubert getanzt hat, antwortet, sie habe sich aufs Umziehen gefreut. „Das ist der einzige Moment, wo ich mal Luft holen kann.“ Ein anderes Mädchen fragt die junge Sängerin und Gesangspädagogin der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, was sie da nachgetanzt habe. „Oder haben Sie einfach irgendwelche Bewegungen gemacht?“ Gluth erklärt, dass sie, Aubert und der Korrepetitor Klemens Althapp in den zehn Szenen einer „phantastischen Waldesnacht“, Teil des 15. Musikmonats Mai, eine Geschichte erzählt hätten. „Ich habe mir die Bewegungen ausgedacht.“

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