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Kostengünstige Lüftungsanlage : Ein Bausatz gegen Corona-Infektionen

Bausatz des Max-Planck-Instituts für Chemie, der an der Gesamtschule in Bretzenheim eingebaut wurde. Bild: Elena Klimach

An einer Gesamtschule in Mainz hat das Max-Planck-Institut eine Lüftungsanlage entwickelt, die wenig kostet und 90 Prozent der Aerosole herausfiltert.

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          Wie kann Präsenzunterricht in Schulen stattfinden, gleichzeitig aber das Infektionsrisiko für Schüler und Lehrer kontrollierbar bleiben? In Mainz hatte der Mann einer Lehrerin im Sommer eine Idee: Eine wirksame, vor allem aber kostengünstige Luftreinigungsanlage wollte er selbst bauen. Den Schulleiter der Integrierten Gesamtschule Bretzenheim, Roland Wollowski, überzeugte Frank Helleis, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut (MPI) für Chemie, damit schnell.  Der Schulleiter wiederum überzeugte rasch den Schulträger, bei dem man über so viel Erfindergeist erfreut war. „Das ist doch mal eine gute Nachricht“, sagte man ihm. Ein Modellversuch begann nach den Sommerferien.

          Timo Steppat
          Redakteur in der Politik.

          Das Prinzip ist einfach: Über jedem Tisch hängt auf Deckenhöhe ein breiter Schirm, der mit einem Rohr verbunden ist. Alle Rohre führen zu einem breiteren Rohr, das mit Hilfe eines Ventilators am Ende die Luft nach außen transportiert. Alle Materialien sind im Baumarkt zu kaufen und kosten 200 Euro. Eine Bauanleitung findet sich auf der Internetseite des Max-Planck-Instituts. Die Messreihen der Wissenschaftler des MPI im laufenden Unterricht zeigten, dass 90 Prozent der potentiell ansteckenden Aerosole aus der Raumluft entfernt werden konnten.

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