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KfW-Studie : 44 Milliarden Euro Investitionsstau an deutschen Schulen

  • Aktualisiert am

Zwei Schüler arbeiten einer Grundschule an einem Laptop. Bild: dpa

Digitalisierung, Neubauten, Reparaturen: Der Investitionsrückstand an deutschen Schulen war schon lange groß, jetzt ist er noch einmal um 1,4 Milliarden gestiegen. Und Corona macht die Lage nicht besser.

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          Ein riesiger Investitionsrückstand gefährdet der staatlichen Förderbank KfW zufolge die Digitalisierung der Schulen. Er sei auf 44,2 Milliarden Euro gestiegen und liege damit um 1,4 Milliarden höher als 2018, geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Studie hervor. Obwohl die Kommunen zuletzt 9,8 Milliarden Euro in die Schulen stecken wollten und damit doppelt so viel wie noch 2015, würden ihre Planungen mit dem wachsenden Bedarf nicht Schritt halten.

          Die Gründe für den steigenden Investitionsbedarf seien neben einer regional ungleichen Entwicklung der Schülerzahlen vor allem der zusätzliche Ausbau durch gesetzliche Auflagen und steigende Standards. Notwendige Reparaturen an alten Gebäuden und begrenzte Kapazitäten in Bauwirtschaft und Verwaltung erschwerten es den Kommunen, neue Schulbauprojekte in Angriff zu nehmen.

          Da wegen der Corona-Rezession die Einnahmen der Kommunen wegbrechen und die Ausgaben zugleich steigen, drohten sich die finanziellen Spielräume der Kommunen durch die Krise zu verengen. „Die Corona-Krise könnte eine traurige Zäsur in der positiven Entwicklung der kommunalen Investitionen im Schulsektor darstellen und für die Schulinfrastruktur zu einer langanhaltenden Belastungsprobe werden“, sagte KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. „Fehlende Finanzmittel sind ein Risiko für den notwendigen Schub bei der Digitalisierung der Schulen.“ Deshalb sei es wichtig, die Planungs- und Investitionsfähigkeit der Kommunen in Zeiten von Corona zu stärken. „Das ist ein wichtiger Beitrag für eine gut funktionierende Schulinfrastruktur in Deutschland“, sagte die Ökonomin.

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