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Corona-Schuljahr : Jugendämter rechnen mit doppelt so vielen Schulabbrechern wie in normalen Jahren

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Eine junge Lehrerin schreibt an eine Schultafel im Mathematikunterricht einer 8. Klasse an einer Integrierten Gesamtschule in Hannover. (Archivbild) Bild: dpa

Mehr als 200.000 Jugendliche würden die Schulen in diesem Jahr ohne Abschluss verlassen und dadurch ihre Karrierechancen auf lange Sicht schädigen. Auch Kinder aus der Mittelschicht erlebten einen „früheren Karriereknick“, so die Experten.

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          Die Jugendämter in Deutschland warnen vor einer höheren Zahl an Schulabbrechern aufgrund der Corona-Krise. „Mit Blick auf die beiden Abschlussjahrgänge droht sich die Zahl der Schulabbrecher zu verdoppeln“, sagte Lorenz Bahr, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

          Normalerweise verlassen pro Jahr rund 104.000 junge Menschen ohne Abschluss die Schule. „Wir rechnen nun mindestens mit einer Verdopplung: 210.000 Schulabbrecher in 2020 und genau so viele noch einmal in diesem Jahr.“ Diese Entwicklung werde sich durch viele Schichten ziehen, auch Kinder aus der Mittelschicht würden einen „früheren Karriereknick“ erleben.

          Bei der Befragung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ISM) nahmen nach Angaben der Zeitungen der Funke Mediengruppe 298 der 559 Jugendämter in Deutschland teil, insgesamt wurden demnach 1750 Beschäftigte befragt.

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