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Interview zu Corona-Folgen : Was gegen den Verfall der Handschrift zu tun ist

Handschrift muss nicht schön aussehen, frei und flüssig sollte sie sein Bild: dpa

Während der Corona-Pandemie haben manche Kinder sogar vergessen, dass von links nach rechts geschrieben wird. Die Leiterin des Schreibmotorik Instituts spricht im F.A.Z.-Interview über eine neue Lehrerumfrage und die Folgen für den Unterricht.

          5 Min.

          Braucht man Handschrift heute noch, schreibt man nicht effektiver mit der Tastatur?

          Uwe Ebbinghaus
          Redakteur im Feuilleton.

          Marianela Diaz Meyer: Handschreiben ist und bleibt unverzichtbar. Es ist sehr wichtig für die kognitive Entwicklung von Kindern. Handschreibenlernen ist ein besonders komplexes Bewegungslernen, das man nicht mit anderen feinmotorischen Bewegungen vergleichen kann. Es ist mit Gehirnregionen verknüpft, die nicht nur für die Motorik zuständig sind. Die Gehirnaktivität beim Handschreiben ist enorm, sie hilft auch der Leseförderung. Es gibt neurowissenschaftliche Untersuchungen (ein Literaturverzeichnis gibt es hier), die zeigen, dass Handschreiben auch für die Kreativität und das inhaltliche Verstehen von großer Bedeutung ist. Wer flüssig schreibt, kann auch Buchstaben schneller erkennen. Es gibt eine Untersuchung mit Studenten, aus der hervorgeht, dass diejenigen, die bei einer Vorlesung mittippten, die Inhalte weniger gut verarbeiten konnten als diejenigen, die sich mit der Hand Notizen machten.

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