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Digitaler Unterricht : Wie beim ersten Mal

  • -Aktualisiert am

Hoher Aufwand: Unterricht mit digitalen Medien erfordert häufig noch intensivere Vorbereitung. Bild: dpa

Auch erfahrene Lehrer empfinden sich plötzlich wieder als Berufsanfänger, wenn sie den Ehrgeiz haben, nicht nur analoge Elemente ins Netz zu übertragen. Ein Gastbeitrag.

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          De Schule steht in diesen pandemischen Zeiten mehr als üblich im Fokus des öffentlichen Interesses, meist in entschieden kritischer Perspektive. Die offenbare Unzulänglichkeit ihrer Organisationsmöglichkeiten, ihre vermeintliche Schwerfälligkeit, in kürzester Zeit in den Distanzmodus zu wechseln, provoziert Widerspruch. Vor allem Eltern tun sich schwer mit dem durch die Pandemie erzwungenen Dilemma. Einerseits wünschen sie Sicherheit für ihre Kinder, andererseits wollen sie diese möglichst nicht zu Hause haben, da so die ohnehin instabile Work-Life-Balance gänzlich erschüttert wird. Politiker sind davon nicht unbeeindruckt, wie die schwierige Diskussion über partielle Schulöffnungen während des eigentlich verabredeten Lockdowns vor dem 14. Februar gezeigt hat.

          Was bei der teilweise aggressiv geführten Diskussion allerdings zu kurz kommt, ist der genauere Blick auf die Akteure. Denn die Optionen des Systems Schule sind einigermaßen realistisch nur zu ermessen, wenn man die Möglichkeiten und Grenzen der Lehrkräfte ins Kalkül zieht. Sie entscheiden, inwieweit strukturelle Entscheidungen überhaupt in der Praxis ankommen. Das gilt übrigens auch für nichtpandemische Zeiten.

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