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Hirnforscher Hüther : Schüler sollen sich in den Ferien erholen

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Hirnforscher Gerald Hüther fordert lernfreie Ferien für Schüler. Bild: Burkert, Christian

In den Ferien sollen Schüler nicht für die Schule lernen, fordert der Neurobiologe Gerald Hüther. Ist das aber notwendig, habe das Schulsystem versagt.

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          Nur noch Baden-Württemberg und Bayern - dann wurden alle Schüler in Deutschland in die Sommerferien entlassen. Einige von ihnen werden die Zeit nutzen, um Unterrichtsstoff nachzuholen und nicht in Gefahr zu laufen, wegen Wissenslücken ein Schuljahr wiederholen zu müssen. Der Göttinger Hirnforscher Gerald Hüther sieht das äußerst kritisch.

          Gegenüber dem Deutschlandfunk sprach einer von einer „völligen Kapitulation oder Bankrotterklärung des Schulsystems“, sollten Schüler auch in den Ferien, ihrer eigentlichen Urlaubszeit, Lernphasen einlegen müssen. In den freien Wochen sollten die Heranwachsenden die Möglichkeit erhalten, Sachen zu lernen, die nichts mit Schule zu tun haben.

          Das Lernen habe einzig und allein in der Schule stattzufinden, fordert der Neurobiologe. Die Konsequenz daraus: nicht nur in den Ferien, sondern auch in den Abendstunden zu Hause sollen Schüler nicht zusätzlich lernen müssen. Auch Nachhilfeunterricht sei demnach ein Indiz dafür, dass die Schule nicht ausreichend geleistet habe.

          Hüther nimmt daher die Eltern in die Pflicht. Sollte das Zeugnis ihrer Kinder nicht den Erwartungen entsprechen und Defizite aufweisen, sollten sie zunächst darauf verzichten, noch in den Ferien Nachholbedarf zu diktieren. Er empfiehlt ihnen vielmehr eine dem Kind zugewandte und verständnisvolle Art. Es sei die Aufgabe der Eltern, ihre Kinder fürs kommende Schuljahr zu motivieren und darauf hinzuweisen, dass es besser laufen werde.

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