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Baden-Württemberg : Gericht weist Eilantrag gegen Maskenpflicht im Unterricht ab

  • Aktualisiert am

Masken im Unterricht sind in vielen Schulen in ganz Deutschland derzeit zu beobachten. Unser Bild zeigt eine Szene aus Kiel. Bild: dpa

Zwei Schüler aus dem Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg wollten die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes im Unterricht kippen. Vergeblich.

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          Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) hat einen Eilantrag gegen die Maskenpflicht im Unterricht abgelehnt. Zwei Schüler aus dem Landkreis Ravensburg wollten das Verbot, ohne Maske zum Unterricht zu erscheinen, kippen.

          Aus ihrer Sicht ist es unklar, ob es an Schulen ein hohes Infektionsrisiko gibt. Zudem sei nicht nachgewiesen, dass ein einfacher Mund-Nasen-Schutz die Ausbreitung des Coronavirus wirksam bekämpfe.

          Die Richter sahen das anders: Die Maskenpflicht sei ein geeignetes Mittel im Kampf gegen die Pandemie. Es sei nicht zu beanstanden, diese Maskenpflicht an Schulen landesweit zu verhängen.

          Auch wenn im Landkreis Ravensburg derzeit weniger Menschen als im Landesdurchschnitt infiziert sind: Dies könne sich jederzeit schnell ändern. Landkreisgrenzen würden von Schülern und Lehrern „in vielen Fällen täglich überschritten“, teilte der VGH in Mannheim am Freitag mit. (Az. 1 S 3201/20)

          Das Kultusministerium in Baden-Württemberg begrüßte den Beschluss. „Die Entscheidung bestätigt, dass unsere Maßnahmen zum Infektionsschutz an den Schulen angemessen und verhältnismäßig sind“, teilte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) mit.

          Unterdessen hat der Bildungsdirektor der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Andreas Schleicher, den Kurs der Politik unterstützt, die Schulen in der Corona-Pandemie möglichst offenzuhalten. „Die Schulen von heute sind unsere Zukunft morgen“, sagte Schleicher am Freitag in einer Diskussionsrunde mit verschiedenen Experten und Wissenschaftlern zum Thema: „Kinder brauchen Schule - Ein Blick auf soziale und wirtschaftliche Kosten von Schulschließungen“.

          „Der Grund dafür, die Schulen offenzuhalten, sollte auch nicht vorwiegend darin liegen, dass es den Eltern die Arbeit ermöglicht, sondern es muss wirklich um die Kinder gehen“, sagte Schleicher. Digitale Konzepte könnten die vielen sozialen Funktionen von Schule nicht ersetzen. „Lernen ist immer ein sozialer Prozess“.

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