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Berliner Problemschule : Der Weg oder das Ziel

Gegen ideologische Vorgaben: Schulleiter Rudolph vor Stundenplänen Bild: Picture-Alliance

Mit strikten Regeln hat ein Direktor eine Berliner Problemschule zum Vorzeigeobjekt gemacht. Nun will die Schulinspektion sie trotzdem herabstufen – weil ihr die konsequenten Methoden zuwider sind.

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          Als Michael Rudolph 2005 die Leitung der Friedrich-Bergius-Schule in Berlin-Friedenau übernahm, stand die Schule kurz vor der Schließung. Die Anmeldezahlen waren auf 38 Schüler geschrumpft, ständig schwänzende oder zu spät kommende Schüler, Gewalt im Schulalltag und krankheitsbedingte Fehltage von Lehrern in bedenklicher Höhe hatten den Ruf stadtweit ruiniert.

          Heike Schmoll
          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Drei Jahre gab ihm das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg damals, um die Schule in dem neobarocken Bau aus dem Jahr 1902 vor der Schließung zu retten. Rudolph, gelernter Geschichtslehrer und Hauptschulleiter mit reicher Erfahrung in Berliner Problembezirken wie Kreuzberg, fand das denkmalgeschützte Schulgebäude mit seiner funktionalen Schlichtheit und Mauerdurchbrüchen für mögliche Raumerweiterungen äußerst reizvoll – auch wenn die Aula seit Jahren nicht benutzbar ist, weil der Bezirk sich nach eigenem Bekunden in einer Denkpause befindet.

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