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Umfrage zu Homeschooling : Fernunterricht setzt Eltern stark unter Druck

Der Kontakt zu Mitschülern und Lehrern fehlt derzeit: Ein Junge sitzt an einem Tisch und lernt. (Archivbild) Bild: dpa

Viele Eltern wünschen sich für das Lernen zuhause mehr Unterstützung durch Schulen und Lehrer. Vor allem Eltern aus bildungsfernen Haushalten fühlen sich von der Situation überfordert – und sorgen sich um die Zukunft ihrer Kinder.

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          Fast Dreiviertel der Eltern sehen sich außerstande, die Lernunterstützung ihrer Kinder während der Schulschließungen über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten. Das geht aus einer Umfrage der Vodafone-Stiftung zur Auswirkung der Coronakrise hervor, die am Freitag in Berlin veröffentlicht wurde. Die Erhebung wurde vom Befragungsinstitut Infratest dimap vom 3. bis zum 13. April durchgeführt. Insgesamt nahmen 1067 Eltern daran teil.

          Heike Schmoll
          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Nur sieben Prozent der Kinder nahmen am täglichen digitalen Unterricht teil – bei der Bearbeitung von Unterrichtsmaterialien sahen sich Eltern und Kinder weitgehend auf sich allein gestellt. Vor allem die Eltern aus bildungsfernen und sozial schwachen Haushalten sorgen sich um die Zukunft ihrer Kinder und fühlen sich mit der häuslichen Beschulung überfordert.

          Noch fehlten gezielte Beratungsangebote

          63 Prozent dieser Eltern fürchten, dass ihre Kinder den Anschluss verlieren, bei den Eltern mit formal hoher Bildung sind es nur 45 Prozent. Außerdem gibt fast die Hälfte der bildungsschwachen Eltern an, dass ihnen schlicht das nötige Wissen fehlt, um ihre Kinder gezielt zu unterstützen. Unter den bildungsnahen Eltern äußerten dies nur 22 Prozent.

          Alle befragten Eltern sagten, dass den Kindern die Begegnung mit den Klassenkameraden und den Lehrern fehle. Vor allem wünschen sie sich eine bessere Organisation und Unterstützung durch Schulen und Lehrer. Noch fehlten gezielte Beratungsangebote für Eltern, Unterstützung durch Lehrer, um interaktive Lernformate zu verwirklichen, dazu ein verbindlicher Fahrplan für die Schulen.

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