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Jung, jubelnd, jüdisch : Der erste Abi-Jahrgang seit der Shoa

„Die Abiturientinnen und Marc“: Nicht nur für die elf Absolventen ist ihr Abschluss an der Lichtigfeldschule ein historischer Moment. Bild: Laila Sieber

Elf Abiturienten der jüdischen Lichtigfeldschule in Frankfurt feiern ihren Abschluss. Sie sind der erste Jahrgang seit dem Holocaust. Die Absolventen jubeln und gedenken derer, die keinen Abschluss machen konnten.

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          Sie strahlen in ihren blauen Talaren. Zehn junge Frauen und ein junger Mann – von den Lehrern immer nur „die Abiturientinnen und Marc“ genannt – haben es geschafft: Sie haben den höchsten Schulabschluss abgelegt – als Erste an ihrer jüdischen Schule seit dem Holocaust.

          Theresa Weiß
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Für den kleinen Jahrgang wird ganz schön groß aufgetischt. Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU), Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der Landesbeauftragte für jüdisches Leben und den Kampf gegen Antisemitismus, Uwe Becker (CDU) sowie der israelische Vize-Generalkonsul sind da. Sie und etwa 100 Gäste feiern die elf jungen Leute im großen Saal des Gemeindezentrums an der Savignystraße. Zwei Stunden dauern die Festreden von Ehrengästen, Elternbeirätin, Tutorin, Schulleiterin Noga Hartmann und Rabbiner Julian-Chaim Soussan, aber es gibt auch viel zu sagen. Denn dieser Jahrgang ist etwas Besonderes, nicht nur, weil er der erste Abi-Jahrgang der I.E. Lichtigfeldschule ist.

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