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Bildung in Frankfurt : Dingwörter auf Schiefertafeln

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Luftig: Schüler spielen „Schwingseil“-Springen im Kreuzgang des Karmeliterklosters in Frankfurt. Heute ist in dem Gebäude das Institut für Stadtgeschichte. Bild: Maximilian von Lachner

Wie der Schulunterricht vor rund 100 Jahren aussah, erfahren Kinder im Frankfurter Institut für Stadtgeschichte. Manches war gar nicht so schlecht, finden sie.

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          Erste Stunde Singen, in der zweiten Rechnen, dann Naturkunde und Turnen und zum Schluss noch Religion. So mag ein Dienstag in einer Schule Anfang des 20. Jahrhunderts ausgesehen haben. Aus der achten Klassenstufe entlassen wurde ein Schüler dann zum Beispiel mit den Bemerkungen „Betragen: sehr gut, Fleiß und Aufmerksamkeit: gut, Schulbesuch: regelmäßig“, wie einem Zeugnis der Karmeliterschule aus dem Jahr 1909 zu entnehmen ist. Auch wenn die Karmeliterschule ihren Sitz heute nicht mehr im Karmeliterkloster hat, konnten Kinder dort am Dienstag und am Mittwoch erfahren, wie und was man vor gut einem Jahrhundert in der Schule gelernt hat.

          Im Rahmen der städtischen Kinderrechtskampagne „Stadt der Kinder“, die vom Kinderbüro seit vier Jahren veranstaltet wird und dieses Jahr das Kinderrecht auf Bildung thematisiert, hat das Institut für Stadtgeschichte den Workshop „Schule früher“ veranstaltet. Mit historischen Dokumenten, Bildern und Schulbüchern aus dem Archiv, die teils aus Privatbesitz, teils vom Schulamt kommen, konnten Schüler an verschiedenen Stationen im Kreuzgang des ehemaligen Klosters herausfinden, welche Rechenaufgaben früher gelöst wurden, welche Turnübungen auf dem Lernplan standen und wie der Schulalltag aussah.

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