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Späterer Schulbeginn : Lasst die Kinder schlafen!

Ein Jugendlicher im Gymnasium Alsdorf. Hier wird den Schülern freigestellt, ob sie zur ersten oder zweiten Stunde kommen. Bild: dpa

Seit Jahren wird über einen späteren Unterrichtsbeginn an Schulen diskutiert. Vieles spricht dafür. Widerspruch kommt ausgerechnet von den Schülern.

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          Es ist 6.45 Uhr. Der Wecker hat schon zweimal geklingelt. „Aufstehen!“ Nichts tut sich. 6.55 Uhr. „Raus aus den Federn!“ Keine Reaktion. 7.05 Uhr. „Jetzt reicht’s! Steh sofort auf, du kommst sonst zu spät zur Schule!“

          Anke Schipp

          Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ein ganz normaler Morgen in Tausenden von deutschen Haushalten. Der Sohn oder die Tochter kommt nicht aus dem Bett, ist übermüdet, schlurft schweigend in die Küche und geht unmotiviert aus dem Haus zur Schule. Eltern haben sich daran gewöhnt. Man hält es für eines der vielen unangenehmen Begleitsymptome der Pubertät. Ein schlechtgelaunter, unausgeschlafener Teenager gehört halt dazu. Doch es gibt auch eine immer größer werdende Gruppe von Menschen, dazu gehören Forscher ebenso wie Bildungsexperten, die sagen, dass es nicht so sein müsste. Und dass wir dem ausreichenden Schlaf unserer Kinder eine größere Aufmerksamkeit schenken sollten. Ein späterer Unterrichtsbeginn an der Schule könnte eine Lösung sein.

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