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Zukunft der Schule : Ist der Digitalpakt eine große Verschwendung?

Lernen am Laptop: Klasse in Wiesbaden Bild: Frank Röth

Das erste Geld für die Digitalisierung der Schulen fließt. Bald sollen alle Schüler zeitgemäß mit den neuen Medien lernen. Dass es so kommen wird, ist zweifelhaft.

          5 Min.

          Sachsen hatte diesmal die Nase vorn: Die ersten Schulen in Deutschland bekommen Fördermittel aus dem Digitalpakt, meldete das Kultusministerium des Landes Mitte August. Oder genauer: Der Landkreis Zwickau hat als erste Kommune den Bescheid erhalten, dass die rund 3,6 Millionen Euro, die ihm aus der Bund-Länder-Vereinbarung zur Digitalisierung der Schulen zustehen, bald fließen. Das Geld brauche man nicht sofort, sagt Landrat Christoph Scheurer (CDU). Zuvor müsse man herausfinden, wofür es sinnvollerweise ausgegeben werden sollte.

          Lisa Becker

          Redakteurin in der Wirtschaft

          Im Frühjahr haben der Bund und die Länder nach langem Ringen den Weg frei gemacht für den Digitalpakt Schule. 5,5 Milliarden Euro sollen von 2019 bis 2024 fließen – 5 Milliarden Euro vom Bund, die die Länder einschließlich der Kommunen um 10 Prozent aufstocken müssen. Die Hoffnung ist, dass die lange geforderte Digitalisierung der deutschen Schulen nun beginnen kann. Die allermeisten Schüler sollen bald mit Hilfe der sich rasant ausbreitenden digitalen Medien zeitgemäß und pädagogisch wertvoll lernen können. Doch werden sich diese Hoffnungen erfüllen? Das ist längst nicht ausgemacht.

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