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Wechselunterricht in Bayern : Plötzlich wieder in der Schule

Ein derzeit wegen des Lockdowns ungenutztes Klassenzimmer in einer Schule in einer Grund- und Mittelschule in Germering bei München Bild: Picture-Alliance

Erst am Freitag wurde es verkündet: Ab diesem Montag haben die Abschlussklassen in Bayern wieder Wechselunterricht. Doch viele Schulen wollen das gar nicht – sie haben die Vorteile des Distanzlernens entdeckt.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          Bis vor Kurzem stand der bayerische Kultusminister Michael Piazolo von den Freien Wählern vor allem in der Kritik, weil der Distanzunterricht an bayerischen Schulen vielerorts nicht gut funktionierte, unter anderem wegen der zeitweise sehr instabilen Lernplattform Mebis. Man sollte also meinen, dass die Wiedereinführung des Wechselunterrichts (geteilte Klassen, Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht) für die Abschlussklassen an diesem Montag von allen Beteiligten als Schritt in die richtige Richtung angesehen wird. Aber so ist es nicht.

          Timo Frasch
          Politischer Korrespondent in München.

          Es geht schon los mit der Kommunikation. Der Bayerische Philologenverband mokierte sich am Donnerstag: „Erst gestern haben wir zunächst über einen Tweet (!) des Ministers erfahren, dass der Wechselunterricht für bestimmte Klassen am Montag feststeht – auf Nachfrage aus der Opposition. Und das vor dem Hintergrund einer sich eher zuspitzenden Nachrichtenlage zur Pandemie.“ Der Verbandsvorsitzende Michael Schwägerl äußerte, er könne verstehen, „dass sich Schulleitungen, Lehrer, Eltern und Schülern missachtet fühlen, wenn Informationen so spät, so unsicher und dann auch unerwartet kommen“.

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