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Bitkom-Umfrage : Schlechte Noten für die digitale Schule

Nur drei Prozent der Befragten sind gegen Tablets im Unterricht. Bild: dpa

„Versetzung gefährdet“: Den Stand der Digitalisierung der Schulen beurteilen die Befragten im Durchschnitt mit der Note 4,2. Besonders im Bildungsföderalismus sehen viele ein Problem.

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          Der Einsatz digitaler Techniken sollte im Unterricht Standard sein. Das finden rund 90 Prozent der Deutschen und auch der Eltern, wie eine am Montag veröffentlichte repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt. Für sie wurden 1003 Bürger, darunter 269 Eltern schulpflichtiger Kinder, befragt. Durch mehr Digitalisierung der Schulen würden Schüler auf das Leben und Arbeiten in der digitalen Welt vorbereitet, glauben etwa drei Viertel der Befragten.

          Lisa Becker

          Redakteurin in der Wirtschaft

          Dass die Technik es den Lehrern ermögliche, individueller auf die Schüler einzugehen, davon sind hingegen nur vier von zehn Bürgern – und Eltern – überzeugt. Eines zeigt die Umfrage sehr deutlich: Eine rein analoge Schule wünscht sich so gut wie niemand mehr; nur 3 Prozent finden, Computer und Tablets gehörten überhaupt nicht in Schulen. Hingegen plädieren zwei Drittel und sogar drei Viertel der Eltern für ein Pflichtfach Informatik von der fünften Klasse an.

          Bildungsföderalismus als Hemmnis

          Den Stand der Digitalisierung der Schulen beurteilen die Befragten im Durchschnitt mit der Note 4,2. „Versetzung gefährdet“, kommentiert der Bitkom. Sollten die Schulen abermals geschlossen werden, dann werde der digitale Unterricht weiter nicht funktionieren, befürchten die allermeisten. Die Schulen müssten noch in diesem Jahr in die Lage versetzt werden, digitalen Fernunterricht abzuhalten, fordern rund 90 Prozent der Umfrageteilnehmer.

          Knapp jeder zweite ist zudem für teilweises Homeschooling auch nach dem Ende der Pandemie. Gegen Präsenzunterricht bis dahin sprechen sich immerhin 28 Prozent aus. Das größte Hemmnis für die Digitalisierung der Schulen ist für sieben von zehn Bürgern der Bildungsföderalismus. 70 Prozent finden, der Bund sollte allein für die Bildungspolitik verantwortlich sein.

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