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Schnelltests in Schulen : Lehrer wollen nicht zu Corona-Testern werden

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Umstrittene Corona-Tests: Hier testet ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes in einer Frankfurter Schule. Lehrer fühlen sich mit dieser Tätigkeit überfordert. Bild: Lucas Bäuml

Schnelltests in Schulen und Kitas könnten ein Mittel gegen die Verbreitung von Coronaviren in Bildungseinrichtungen sein. Aber eine Lehrergewerkschaft wehrt sich, weil sie Mehrarbeit fürchtet.

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          Die Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat die Mehrarbeit durch Corona-Schnelltests für Kitas und Schulen abgelehnt. Studien hätten gezeigt, dass Schulleitungen kaum noch in der Lage seien, alle notwendigen Aufgaben in der vorgesehen Zeit zu erledigen – und schon werde ein neues Aufgabenfeld eröffnet, sagte Niedersachsens VBE-Landeschef Franz-Josef Meyer am Freitag.

          Lehrer seien zudem durch unbezahlte Mehrarbeit massiv belastet. Mit dem Plan der Corona-Schnelltests bei Lehrern und Erziehern in der Schule „werden wieder einmal vorschnell von der Politik realitätsferne Erwartungen geweckt, die gar nicht erfüllt werden können“, kritisierte Meyer.

          Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums können Kitas und Schulen eigenständig Corona-Schnelltests beziehen und auch nutzen. Allerdings müssen die Tests nach Ministeriumsangaben durch entsprechend geschultes Personal erfolgen. Meyer betonte: „Der VBE ist für Antigen-Schnelltests in Schulen, aber durchgeführt und ausgewertet von geschultem Personal.“

          „Verfahren zum Scheitern verurteilt“

          Das geplante Verfahren sei schon jetzt „in dieser Form zum Scheitern verurteilt“, sagte Meyer. Personelle Ressourcen für die zusätzlichen Aufgaben fehlten und es sei unklar, ob genügend Testkapazitäten für alle interessierten Schulen und Kitas verfügbar seien.

          „Corona-Tests bei Kindern durch Lehrkräfte sind für den VBE ohnehin absolut tabu“, betonte er. Völlig inakzeptabel sei es, Schulleitungen noch mehr Aufgaben bei der Bewältigung der Corona-Krise aufzubürden. Auch Fragen im Zusammenhang mit dem Ankauf der Tests und der Weitergabe von Daten seien ungeklärt.

          Das Thema ist unter Lehrern allerdings umstritten. In Nordrhein-Westfalen äußerte sich die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Maike Finnen, deutlich positiver zu den Test-Möglichkeiten. „Wichtig wäre für mich dabei, dass die Schulen und Kitas Tests in ausreichender Anzahl bekommen und dass die Schulungen für die Selbst-Tests gut durchgeführt werden“, sagte sie dem WDR. Sie äußerte sich offen dafür, dass Schul- und Kita-Träger Personal für die Selbsttests schulen lassen, da ein besserer Infektionsschutz wichtig sei.

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