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Frauen im Beruf : Kinder sind immer noch Karrierefallen

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Nicht überall lässt sich für Mütter die Arbeit mit dem Nachwuchs so gut vereinen Bild: dpa

Deutschland führt Quoten ein und Ganztagskindergärten, damit Mütter die selben Karrierechancen haben wie Männer. Eine neue Studie zeigt, was das bringt.

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          Eine Schwangerschaft zählt für Frauen noch immer zu den größten Karrierehindernissen. Einer Studie der Fachhochschule Frankfurt zufolge haben Kinder bei 80 Prozent der Frauen Auswirkungen auf die berufliche Laufbahn. 66 Prozent der befragten Arbeitnehmerinnen mussten nach der Rückkehr aus Mutterschutz oder Elternzeit eine Tätigkeit mit geringerem Einfluss, niedrigerer Bezahlung oder schlechteren Aufstiegschancen hinnehmen. 65 Prozent der Frauen fühlten sich nach der Rückkehr diskriminiert und in ihren beruflichen Fähigkeiten herabgesetzt.

          Ein fatales Signal

           „Gesellschaftspolitisch ist das ein fatales Signal“, sagt Yvonne Ziegler, promovierte Personalwirtin und Mitautorin der Studie. „Beruflich engagierten Frauen wird vor Augen geführt, welche negativen Folgen eine Schwangerschaft für die eigene Karriere haben kann.“ 70 Prozent der Frauen fürchteten schon vor der Auszeit eine berufliche Benachteiligung. Zwölf Prozent hatten Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. 30 Prozent der Arbeitnehmerinnen konnten ihre alte Position nach der Schwangerschaft tatsächlich nicht wieder antreten, weil die Stelle gestrichen oder neu besetzt wurde.

          Doppelbelastung bremst Aufstieg

          Zwar gaben 80 Prozent der Befragten an, Beruf und Familie vereinbaren zu können. Für 58 Prozent der Frauen war diese
          Doppelbelastung aber auch das größte Karrierehindernis. Um beide Bereiche besser bewältigen zu können, wünschte sich etwa jede zweite Mutter flexiblere Arbeitszeiten und Arbeitszeitkonten. 42 Prozent der Befragten würden ein Jobsharing-Modell in Anspruch nehmen. 31 Prozent sprachen sich für kürzere Arbeitszeiten aus. Zum Teil werden die Wünsche der Studie zufolge bereits erfüllt. Bei 16 Prozent der Befragten wird allerdings keines der Modelle angeboten.  Die Studie empfiehlt Arbeitgebern und schwangeren Frauen, Ausstieg und Rückkehr in den Arbeitsalltag zuvor detailliert zu
          besprechen.Berufstätige Mütter seien für viele Unternehmen eine Ressource, deren Potenzial noch nicht optimal genutzt werde.

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