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Gut entscheiden im Beruf : Soll ich, oder soll ich nicht?

  • -Aktualisiert am

Hin und hergerissen: Um die Kunst der Entscheidung ging es schon in Angelika Kauffmanns Selbstbildnis am Scheideweg zwischen Musik und Malerei 1794. Bild: Fine Art Images

Unsere Arbeitswelt wird immer unsicherer. Wer das aushalten und trotzdem gute Entscheidungen treffen kann, verfügt offenbar über eine hohe Ambiguitätstoleranz — und hat für die Karriere viel gewonnen.

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          Der junge Industriedesigner fühlt sich komplett überfordert. Er hat seine erste Stelle bei General Electric angetreten und soll ein neues Produkt entwickeln. Doch der Mann weiß nicht, wo er anfangen soll. Die Abläufe sind so anders als in der Uni, die Dynamik in der Projektgruppe ungewohnt. Er wird immer frustrierter und kündigt nach einem halben Jahr. Was war schiefgelaufen? Der Designer verfügte nicht über eine Eigenschaft, die – glaubt man Karriereberatern – neuerdings immer gefragter ist: Ambiguitäts­toleranz.

          Der sperrige Begriff beschreibt die Fähigkeit, unsichere, unklare, mehrdeutige oder widersprüchliche Situationen neutral und offen wahrzunehmen und trotz der Ungewissheiten souveräne Entscheidungen zu treffen. Menschen mit wenig Ambiguitätstoleranz erleben in unberechenbaren und unkontrollierbaren Situationen Stress, spüren Angst und versuchen, rasch Ordnung herzustellen – womöglich mit übereilten, unreflektierten Entscheidungen. Ambiguitätstolerante Personen ertragen solche Situationen gut oder empfinden sie sogar als Herausforderung.

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