https://www.faz.net/-gyl-9e8pn

Islam-Institut : Veto der Studentenvertreter abgewiesen

  • Aktualisiert am

Vor dem Haupteingang der HU in Berlin, die bald um ein Institut reicher ist. Bild: dpa

Dem umstrittenen Islam-Institut an der Humboldt-Universität steht nichts mehr im Weg. Der Einspruch der Studentenvertreter laufe ins Leere, beschied das Berliner Verwaltungsgericht.

          1 Min.

          Aussichtsreich war ihr Griff nach dem rettenden Strohhalm nicht: Auf gerichtlichem Weg hofften Studentenvertreter der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), das Institut für Islamische Theologie, dessen konservativ-reaktionäre Ausrichtung sie kritisierten, noch stoppen zu können, nachdem ihr „suspensives Gruppenveto“ im Akademischen Senat der HU übergangen worden sei.

          Wie das Berliner Verwaltungsgericht auf Anfrage mitteilt, wurden die Anträge der Studentenvertreter auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zurückgewiesen. Unzulässig seien diese schon deshalb, weil sie nicht den Akademischen Senat als Antragsgegnerin bestimmt hätten und allenfalls eine vorläufige Anordnung hätten ergehen können.

          Die als verletzt gerügten Rechte ließen sich aber nicht einmal mehr vorläufig durchsetzen. Da das Kuratorium die Einrichtung des Instituts bereits beschlossen habe, laufe der Antrag, den Vorschlagsbeschluss aufzuheben und den Vermittlungsausschuss anzurufen, ins Leere. Nun also ist es amtlich: Das Islam-Institut wird kommen, auch gegen den Willen der Studentenvertreter.

          Weitere Themen

          Spekulationen im Indikativ

          Macht der Großverlage : Spekulationen im Indikativ

          Der Präsident und der Generalsekretär der HRK verwahren sich gegen Kritik am Deal-Projekt, das die Macht der Großverlage brechen soll. Dabei versteigen sie sich zu Unfehlbarkeitsdogmen. Eine Replik.

          Topmeldungen

          Individuelle Mobilität : Ein Lob auf das Auto

          Einst galt das Auto als des Deutschen liebstes Kind, jetzt tut mancher so, als trage es die alleinige Schuld am Weltuntergang. Die überwältigende Mehrheit der Bürger aber will und kann nicht auf das Auto verzichten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.