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Interview-Reihe „Auf ein Wort“ : Fasziniert von der Evolution

  • -Aktualisiert am

Jan Daniel Enzmann, 21 Jahre, Universität Frankfurt, 3. Semester Biowissenschaften Bild: Marina Pepaj

Jan Daniel Enzmann ist Drittsemester in Biowissenschaften und bereitet sich gerade auf drei Klausuren gleichzeitig vor. Nebenbei ist er in der Fachschaft aktiv und findet – die Uni macht das gut.

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          Was liegt an diese Woche?

          In den nächsten Wochen schreibe ich drei Klausuren. Außerdem bereiten wir in der Fachschaft gerade ein Programm für die Erstsemester vor.

          Was gefällt Ihnen an dem Fach, das Sie studieren?

          Ich stelle mir gerne die Frage, wieso etwas so ist. Zum Beispiel, wie sich fleischfressende Pflanzen entwickelt haben oder wieso Weisheitszähne immer seltener entfernt werden müssen. Evolutionsbiologie ist total spannend.

          Und was stört Sie?

          Manchmal der Aufbau. Wir hatten beispielsweise im ersten Semester Statistik, obwohl wir das erst im fünften Semester brauchen. Andererseits kann ich verstehen, dass man dann andere Schwerpunkte setzen will.

          Was wollten Sie Ihrer Universitätspräsidentin schon immer mal sagen?

          Die Uni macht eine gute Arbeit. Die Studenten werden hier nicht einfach so reingeworfen. Und durch die Fachschaft haben wir auch die Möglichkeit, uns mitzuteilen.

          Ihr Lieblingsort in der Universität?

          Der Botanische Garten. Man sieht dort die Vielfalt, aber auch die Probleme. Neben dem Garten wird ein kleiner Eichenwald angesetzt. Die Bäume sind nicht heimisch, aber resistenter gegen Trockenheit. So etwas ist ein Eingriff in die Natur, aber langfristig gesehen sinnvoll.

          Und wohin gehen Sie auf keinen Fall, wenn Sie nicht müssen?

          So einen Ort gibt es nicht.

          Wo ist in der Universität der beste Ort zum Flirten?

          Keine Ahnung. Wenn es einen gibt, habe ich ihn noch nicht gefunden.

          Wie wohnen Sie?

          Ich wohne mit meinen Eltern in einem Zweifamilienhaus.

          Wie finanzieren Sie Ihr Studium?

          Ich arbeite nebenbei als Putzhilfe. Das ist praktisch, weil ich mir die Arbeit frei einteilen kann und sie dadurch nicht mit dem Studium kollidiert.

          Wo gehen Sie abends am liebsten hin?

          Nach einem Tag in der Uni gehe ich erst einmal nach Hause.

          Was gefällt Ihnen in Frankfurt, was nicht?

          Ich mag diese Kombination aus Alt und Neu. Es gibt die Alte Oper und viele Parks und gleichzeitig hochmoderne Gebäude. Hier an der Uni ist es ähnlich: Wir haben das Max-Planck-Institut für Hirnforschung und gleich daneben den Botanischen Garten. Das ist ein schöner Kontrast. Nicht so gut gefällt mir die schlechte Luft im Zentrum. Aber da kann man nichts machen, Frankfurt ist nunmal eine Großstadt mit viel Verkehr.

          Was wollen Sie nach dem Studium machen?

          Nach meinem Bachelor will ich den Master machen und in die Forschung gehen. Ich könnte mir vorstellen, meinen Schwerpunkt auf Genetik zu legen. Das finde ich total spannend. Gerade auch ethisch schwierige Aspekte wie die Gen-Schere.

          ***

          Aufgezeichnet von Karin Priehler.

          Jan Daniel Enzmann, 21 Jahre, Universität Frankfurt, 3. Semester Biowissenschaften

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