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Inklusion : Neue Standards für NRW-Schulen

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Die NRW-Landesregierung stellt neue Weichen für die Inklusion in der Schule. Bild: dpa

Wenn Schüler mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen sollen, wird es oft kompliziert. Die nordrhein-westfälische Landesregierung will ab nächstem Jahr neue Standards einhalten, um Schüler besser zu fördern.

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          Sonderpädagogen, Fortbildungen, genug Klassenräume: Die nordrhein-westfälische Landesregierung aus CDU und FDP hat ihre neuen verbindlichen Standards für den gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung an weiterführenden Schulen vorgestellt. „Wir werden die Angebote an Schulen des Gemeinsamen Lernens bündeln und eindeutige Qualitätskriterien einführen“, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf.

          Neu ist vor allem die etwas sperrige Inklusionsformel „25 - 3 - 1,5“: Demnach müssen in den Eingangsklassen der Schulen von 25 Schülern im Schnitt drei Jungen oder Mädchen sonderpädagogischen Förderbedarf haben. Für jede dieser Klassen erhält die Schule neben dem bisherigen Lehrer eine halbe zusätzliche Stelle. Die Mindestgrößen von Förderschulen werden gleichzeitig deutlich herabgesetzt.

          Die Eckpunkte zur Neuausrichtung der Inklusion wurden bereits vom Kabinett abgesegnet, sie sollen in einem Erlass geregelt werden und ab dem Schuljahr 2019/20 gelten. Bis 2024/25 sollen den weiterführenden Schulen dann insgesamt mehr als 9000 zusätzliche Stellen zur Verfügung stehen. Das Schulministerium geht bis dahin von einer Zusatzbelastung im Haushalt von 127 Millionen Euro aus.

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