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Karriere im Start-up : Start-up: In 14 Schritten zur eigenen Firma

  • -Aktualisiert am

8. Start-up Schritt: Wo gibt es Geld?


„Die Höhe des Finanzbedarfes definiert, welche Quellen infrage kommen“, sagt Klein, „vom Geschäftsmodell hängt außerdem ab, ob Fördermittel wie beispielsweise das studentische Gründerstipendium ‚EXIST‘ eine Option sind.“ Grundsätzlich gilt: Für Summen von bis zu ein paar Hunderttausend Euro kommen Business Angels oder Crowdfunding (z. B. über Seedmatch, Companisto oder Innovestment) infrage. Inkubatoren wie zum Beispiel hub:raum von der Telekom geben ebenfalls Startfinanzierungen. Die klassischen Venture-Capital-Geber haben eher die großen Fische im Visier, sie machen Finanzierungen bis in den Millionenbereich. Und was ist mit Banken? „Die finanzieren im Zweifel lieber einen überschaubaren Friseurladen als ein Online-Tool“, gibt der Experte zu bedenken. Außerdem müssen Bankdarlehen zurückgezahlt werden. Und das ist riskant im Fall einer Pleite.

9. Start-up Schritt: Sich gut verkaufen


Geldgeber wie Business Angels oder Inkubatoren wollen erst mal keinen Businessplan lesen, sie wollen überzeugt werden. „Da muss ein Funke überspringen“, sagt Klein, „man sollte seine Idee also gut verkaufen können.“ Das kann man trainieren, zum Beispiel auf Events wie dem Karlsruher Venture Day oder bei der Venture Lounge, die unter anderem in Hamburg, Berlin und München stattfindet.

10. Start-up Schritt: Alles amtlich


Sein Start-up offiziell anzumelden ist keine komplizierte Sache – wenn man weiß, was zu tun ist. Das wiederum hängt unter anderem von der gewählten Rechtsform ab. Behördenwegweiser wie www.bmwi-wegweiser.de geben einen Überblick.

11. Start-up Schritt: Die Zahlen im Blick haben


Natürlich kann man lernen, seine monatliche Buchführung selbst zu machen. Die Frage ist nur, ob dafür Zeit ist. Es kann sinnvoll sein, das an einen Steuerberater auszulagern; der erledigt die monatliche Umsatzsteuervoranmeldung, den Jahresabschluss und alles, was sonst noch anfällt.

12. Start-up Schritt: Bekannt werden


„Schafft man es, mit dem Start-up in Magazinen oder gar im TV erwähnt zu werden, bringt das oftmals mehr als klassische Werbung“, sagt René Klein. Aber ein paar Mails rauszuschicken reicht nicht: „Man muss aktiv versuchen, die Aufmerksamkeit der Journalisten zu erregen.“ Ein paar Worte noch zur Akquise: „Auf dem Papier sieht eine Marketingstrategie häufig gut aus, aber wenn es dann darum geht, wer nun durchs Land fährt und die Idee verkauft, winken viele ab.“ Ohne Klinkenputzen aber geht es nicht.

13. Start-up Schritt: Scheitern ist erlaubt


Im Schnitt überlebt in Deutschland mehr als jedes dritte Start-up das dritte Jahr nicht. Mit einer Geschäftsidee zu scheitern ist keine Schande – man probiert schließlich etwas Neues aus, das birgt die Gefahr, dass es nicht klappt. „Es muss ja nicht immer in der Pleite enden, man kann vorher die Reißleine ziehen“, sagt René Klein. Er rät, so eine Entscheidung innerhalb von ein bis zwei Jahren zu treffen. „Das Schlimmste ist, den Kopf in den Sand zu stecken und nichts zu unternehmen.“

14. Start-up Schritt: Durchhalten


Wer bis hierher kommt, hat es weit gebracht: Glückwunsch! Jetzt ist der Moment gekommen, den Businessplan aus der Schublade zu holen und nachzulesen, welche Strategie man für die ersten drei Jahre entworfen hat. Sollte das Geschäft ins Stocken geraten, können Netzwerke und Mentorenprogramme wie www.althilftjung.de oder www.biz4d.com helfen, herauszufinden, woran es liegt. Ansonsten gilt: Durchhalten.

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