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Impostor-Syndrom : Wenn man sich niemals gut genug fühlt

Schwaches Bild von sich selbst: Wer unter dem Impostor-Syndrom leidet, traut seiner eigenen Berufsbiographie nicht über den Weg. Bild: Getty

Ein geringes Selbstwertgefühl kann im Beruf dazu führen, dass Hochqualifizierte denken, ihre Stellung gar nicht verdient zu haben. Das Phänomen hat einen Namen: Impostor-Syndrom. Doch was können Betroffene dagegen unternehmen?

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          Lina Heine hat gerade ihre Ausbildung zur Psychotherapeutin begonnen, als sie in ihrer ersten Sitzung vor ihrem Patienten sitzt und Panik bekommt. „Ich saß auf diesem Sessel, mein Gegenüber schaute mich mit erwartungsvollen Augen an, und ich dachte nur: Was zur Hölle mache ich hier?!“

          Natalia Wenzel-Warkentin
          Redakteurin vom Dienst bei FAZ.NET.

          Heine, die in Wirklichkeit anders heißt, ist eigentlich zufrieden in ihrem Beruf. Fünf Jahre hat die 27-Jährige studiert, den Bachelor gemacht, einen Master draufgesetzt und mit einem Praxisjahr in der Psychiatrie abgeschlossen. Alles in Regelstudienzeit. Und doch ist Lina Heine zu diesem Zeitpunkt fest davon überzeugt, nicht kompetent zu sein. Dass alles bloß ein Zufall sei. Ein Irrtum. Es sei bloß eine Frage der Zeit, bis sie als Hochstaplerin auffliege. „Mir gegenüber sitzen extrem kranke Menschen, manche von ihnen suizidgefährdet, und ausgerechnet ich soll ihnen helfen? Dabei kann ich doch gar nichts und weiß auch nichts.“

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