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Nach Krankheiten : Immer mehr Reha-Maßnahmen zur Berufs-Rückkehr

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Am Schreibtisch stehen: Wer an einer Rückenerkrankung leidet, weiß das oft zu schätzen. Bild: Inwerk

Nach einer Krankheit wieder arbeiten - das wollen immer mehr Menschen. Zumindest, wenn es nach der Zahl der Reha-Hilfen geht, die bei der Arbeitsagentur beantragt worden sind. Manchmal helfen schon banale Dinge, wie höhenverstellbare Schreibtische.

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          Die Zahl der Menschen, die nach einer Krankheit bei der Bundesagentur für Arbeit Reha-Maßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung beantragen, steigt. Im Jahr 2015 haben rund 32.600 Personen solche Hilfen beantragt, teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag in Nürnberg mit. Im Jahr 2010 waren es 27.700. Die Anerkennungsquote sei bei den Anträgen von 78 Prozent auf 81 Prozent gestiegen, hieß es.

          Unmittelbar im Anschluss an die berufliche Rehabilitation hat mehr als die Hälfte der Personen eine Beschäftigung aufgenommen oder ist in den bestehenden Job zurückgekehrt. Das werde häufig durch kurzfristige Zuschüsse der Behörde ermöglicht, mit denen zum Beispiel technische Hilfen wie höhenverstellbare Schreibtische, Bildschirmlesegeräte oder Einhand-Tastaturen gefördert werden.

          Wie die zur Bundesagentur für Arbeit gehörende Forschungseinrichtung weiter mitteilte, stieg die Zahl der kurzfristigen Zuschüsse zuletzt stark an. Zur Begründung nannten die Experten, dass Arbeitgeber und betroffene Beschäftigte heute besser über diese Fördermöglichkeiten informiert seien. Ein weiterer Grund sei, dass die Bundesagentur für Arbeit verstärkt auf Prävention von Behinderung setze, um eine Beschäftigung zu erhalten und Arbeitslosigkeit oder Erwerbsunfähigkeit zu vermeiden.

          Die meisten haben Rücken- oder Knieprobleme

          Fast die Hälfte der Personen, die 2015 die Reha durchliefen, weist eine Behinderung des Stütz- und Bewegungsapparats auf. Dabei kann es sich beispielsweise um Rückenerkrankungen oder eine Knieverletzung handeln. Am zweithäufigsten sind Personen mit einer psychischen Behinderung wie zum Beispiel einer Depression.

          Neben Arbeitslosen nehmen immer häufiger auch Erwerbstätige Reha-Leistungen der Bundesagentur für Arbeit in Anspruch. Sie stellen mit 33 Prozent die zweitgrößte Gruppe nach den Arbeitslosen (57 Prozent).

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