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Neue Studienergebnisse : Wie fleißig sind wir im Homeoffice?

Produktiv oder unkonzentriert? Über diese Frage zerbrechen sich viele Führungskräfte den Kopf. Bild: dpa

Waschmaschine leeren, Vokabeln abfragen, ausgedehntes Mittagessen im Familienkreis: Die Vorurteile, dass im Homeoffice zu viele Ablenkungen lauern und Mitarbeiter unproduktiv werden, halten sich beständig. Jetzt gibt es dazu neue Daten.

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          Es ist eine Frage, die beim Thema Homeoffice immer latent im Raum steht: Sind die Menschen ebenso fleißig wie im Büro, oder sorgt das nebenher erledigte Einräumen der Spülmaschine, das Hausaufgaben beaufsichtigen oder Wäscheaufhängen doch mittelfristig dafür, dass die Produktivität sinkt? Anders formuliert: Funktioniert das, was Management-Gurus über Vertrauenskultur von Führungskräften predigen, oder muss man der Mannschaft doch besser auf die Finger gucken?

          Nadine Bös
          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.

          Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat sich diesem Thema nun in einer neuen repräsentativen Betriebsbefragung gewidmet, die zwischen dem 2. und 16. November dieses Jahres stattgefunden hat. Die Ergebnisse dürften Anlass zur Beruhigung geben: Rund 60 Prozent der Betriebe, die in der Pandemie mindestens einem Beschäftigten Homeoffice anboten, geben an, dass sich die Produktivität nicht verändert habe. Mehr noch: 22 Prozent der Betriebe sagen, sie habe sich sogar erhöht, und nur 13 Prozent verspüren Einbußen. Die Einschätzung der Mehrzahl der Betriebe zeige, „dass die Arbeit im Homeoffice allgemein gut funktioniert“, sagte der stellvertretende IAB-Direktor Ulrich Walwei.

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