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Ausbildungsunterstützung : Zahl der Bafög-Empfänger 2019 deutlich gesunken

  • Aktualisiert am

So voll wird es bei Vorlesungen erst einmal nicht werden. Bild: action press

Der durchschnittliche Förderbetrag ist gestiegen, die Gruppe der Geförderten jedoch abermals gesunken. Die Corona-Pandemie dürfte die Nachfrage allerdings erhöhen.

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          Im vergangenen Jahr haben 680.000 Studierende und Schüler Bafög erhalten. Damit erhielten 47.000 Menschen weniger als 2018 Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Unter den 2019 Geförderten waren mit 57 Prozent etwas mehr Frauen als Männer.

          Zudem bezogen mit 489.000 deutlich mehr Studierende Bafög als Schüler. Durchschnittlich erhielten Geförderte monatlich 503 Euro, 21 Euro mehr als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistikamts lagen die Ausgaben für Bafög-Leistungen im vergangenen Jahr bei 2,6 Milliarden Euro. Damit sanken sie im Vergleich zum Vorjahr um rund 84 Millionen Euro.

          Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) erklärte, die Statistik spiegle die sehr gute wirtschaftliche Ausgangslage wider, in der sich Deutschland vor der Pandemie befunden habe. Im Vergleich zu 2018 seien 2019 weniger Studierende auf eine Unterstützung durch das Bafög angewiesen gewesen.

          „Wir müssen uns jedoch heute darauf einstellen, dass die auf absehbare Zeit angespannte wirtschaftliche Lage aller Voraussicht nach“ auch zu einer erhöhten Bafög-Nachfrage führen könne. Darauf sehe sie Deutschland jedoch gut vorbereitet.

          Die Ministerin betonte, dass Bafög-Geförderte unter anderem ihre Ausbildungsförderung weiter erhielten, auch wenn der Lehrbetrieb an Schulen und Hochschulen wegen der COVID-19-Pandemie ausgesetzt wird. „Bei pandemiebedingter Unterbrechung des Studiums wird Bafög auch über die Förderhöchstdauer hinaus gewährt.“

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