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Mit 500.000 Euro dotiert : Frankfurter Forscherin erhält Deutschen Umweltpreis

Katrin Böhning-Gaese erhält den Deutschen Umweltpreis Bild: Patrick Junker

Die Frankfurter Forscherin Katrin Böhning-Gaese erhält den Deutschen Umweltpreis. Die Wissenschaftlerin wird für ihre Erkenntnisse zur biologischen Vielfalt ausgezeichnet.

          1 Min.

          Die Frankfurter Forscherin Katrin Böhning-Gaese erhält den renommierten Deutschen Umweltpreis. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt würdigt damit die Arbeit der Senckenberg-Wissenschaftlerin auf dem Feld der biologischen Vielfalt. Böhning-Gaese teilt sich den mit 500.000 Euro dotierten Preis mit dem Greifswalder Moorforscher Hans Joosten. Der zu den höchstdotierten Umweltauszeichnungen Europas gehörende Deutsche Umweltpreis wird am 10. Oktober in Darmstadt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.

          Daniel Schleidt
          Stellvertretender Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mit der Auszeichnung wolle die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ein Signal dafür setzen, dass es nur eine Erde gebe und die Menschheit mit der Vielfalt des Lebens behutsam umgehen müsse, sagte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. „Die beiden Ausgezeichneten haben dazu einen überragenden Beitrag geleistet“, so Bonde. Ökologin Böhning-Gaese hat laut Bonde „einen enormen wissenschaftlichen Beitrag geleistet, damit wir begreifen, welche dramatischen Folgen der Artenverlust für Menschen und das gesamte Zusammenwirken des Planeten hat“.

          International herausragendes wissenschaftliches Renommee hat sich die in Oberkochen (Baden-Württemberg) geborene Biodiversitätsforscherin speziell auf dem Gebiet der Makroökologie erarbeitet: Mit den Methoden dieses modernen Forschungsgebiets untersucht sie ökologische Zusammenhänge lokal, regional, kontinental und global sowie in unterschiedlichen Zeitskalen. Die Forscherin untersuche komplexe Folgen von Klima- und Landnutzungswandel für Biodiversität und Lebensgemeinschaften von Tieren und Pflanzen, so Bonde. „Uns allen wird dadurch klar, dass wir den Kampf gegen den Artenrückgang als große gesellschaftliche Herausforderung beherzt angehen müssen.“ 

          Umweltveränderungen präzise vorhersagen

          Die Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums sei bestrebt, Umweltveränderungen in Ökosystemen in den nächsten Jahrzehnten so genau wie möglich vorherzusagen – und damit mögliche Folgen für den Menschen. „Nur wenn wir die Prozesse erkennen und verstehen, können wir gezielt Maßnahmen ergreifen, um sie zu stoppen“, so Bonde. Die Professorin habe maßgeblich die Grundlagen für die Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft für eine Agrarwende in Deutschland gelegt. Während eines USA-Aufenthalts erforschte Böhning-Gaese, welche Faktoren die Vogelpopulationen beeinflussen und welche Unterschiede es zwischen Nordamerika und Europa gibt. Ein Fazit: In Europa gingen insbesondere die Vogelbestände der Agrarlandschaften zurück.

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