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Vom Campus an die Corona-Front : Studenten gegen Viren

  • -Aktualisiert am

Medizinstudenten in Hannover Bild: dpa

Wer Medizin studiert, muss jetzt schnell erwachsen werden: In der Corona-Krise geht es nicht nur um verschobene Prüfungen und verhagelte Wahlfach- Wünsche, sondern um Leben und Tod.

          6 Min.

          Deutschlands Medizinstudenten sind in Aufruhr. Schon vor Wochen hatte der Präsident der Bundesärztekammer die jungen Menschen zur Mithilfe im Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgefordert. Mehr als 25.000 Studenten haben sich inzwischen bei ihren Universitäten, in Gesundheitsämtern oder beim ärztlichen Bereitschaftsdienst gemeldet. Vergangene Woche Freitag hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch rasch ein Gesetz verabschiedet, dass es ihm ermöglichte, die Approbationsordnung kurzfristig zu ändern. Die entsprechende Verordnung ist an diesem Mittwoch in Kraft getreten. „Wir waren enttäuscht, als wir das Ergebnis erfuhren“, sagt Tim Schwarz, der im 10. Semester Medizin in Heidelberg studiert und Vizepräsident der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (BVMD) ist.

          Mehr als 100.000 Unterschriften hatte der Verband in den vergangenen Tagen mit einer Petition gesammelt und „faire Bedingungen“ für Medizinstudenten in der Corona-Pandemie gefordert. „Zwar wurden einige unserer Vorschläge wortgleich übernommen, was uns natürlich gefreut hat. Aber die anderen Beschlüsse sind schwerwiegende Eingriffe in den Ablauf des Studiums und in die individuelle Studienplanung und bürden den Betroffenen eine hohe zusätzliche psychische Last auf.“

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