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Studium von KZ-Artefakten : Was eine Brosche erzählt

  • -Aktualisiert am

Heimlich angefertigt: Die Brosche mit der Aufschrift „Sina“ aus dem Frauen-KZ Ravensbrück Bild: Foto Mahn- und Gedenkstätte Rav

In Berlin beschäftigen sich Studierende mit den Besitztümern von KZ-Häftlingen. Über eine Forschung, die tief bewegt.

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          In der Mitte der Brosche, die sich Tine Lippert schon so oft angesehen hat, steht „Sina“. Die Studentin kennt die kyrillischen Buchstaben, weiß auf schwarzen Untergrund gestickt, die fünf bunten Blumen aus Garn und ebenso vielen blau-weiß-roten Flaggen rund herum bis in letzte Detail. Nur vier Zentimeter ist die Brosche groß. Sie gehörte einst einer Person, die im Frauen-KZ Ravensbrück inhaftiert war, 80 Kilometer nördlich von Berlin.

          Tine Lippert hat sich monatelang mit dem Schmuckstück beschäftigt, vor allem mit dem Metall, aus dem es gefertigt wurde. „Es war ein ergreifendes Gefühl, die Brosche in der Hand zu halten“, sagt sie. „Das hat mich tief bewegt.“ Lippert hat erst als Steinmetzin und Bildhauerin gearbeitet und sich dann an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) für den Master in Konservierung und Restaurierung eingeschrieben. Er versteht sich als eine Mischung aus Geistes- und Naturwissenschaft.

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