Philosophicum für Techies : Die Frage nach dem Sinn

Ist es unethisch, eine Künstliche Intelligenz für Sexroboter zu programmieren? Welche Verantwortung tragen wir gegenüber zukünftigen Generationen? In München beschäftigen sich MINT-Studierende mit Philosophie.
„Es war einfach noch keine runde Sache!“ Alexander van Roessel ist 25 Jahre alt. Er hat schon BWL studiert und steht kurz vor seiner Masterarbeit in Physik. Trotzdem fehlte ihm etwas. Seine Bildung, so sagt er, sei nicht vollständig gewesen, zu sehr auf die Karriere gemünzt, zu rational. „Ich wollte mich in meinem Leben noch mit anderen Sachen beschäftigen, in manchen Situationen drängt sich das ja geradezu auf“, erzählt van Roessel. Deshalb ist er seit diesem Semester nicht nur in Physik an der Technischen Universität München (TUM), sondern auch an der Hochschule für Philosophie (HFPH) eingeschrieben. Dort möchte er das sogenannte „Philosophicum“ machen, einen Modulstudiengang, der weniger aufwendig ist als ein vollständiges Bachelorstudium, aber dennoch eine solide Grundausbildung in Philosophie bieten soll.





