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Wahl des Studienortes : Bloß nicht ins Kaff?

  • -Aktualisiert am

Mit Altstadt und schön am Wasser gelegen: Auch in Stralsund lässt es sich angenehm leben und studieren. Bild: Jochen Eckel/SZ Photo/laif

In der Studienwahl spielt für viele auch der Hochschulort eine wichtige Rolle. Aber es muss durchaus nicht immer München oder Berlin sein.

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          Als Antonia Hübner vor vier Jahren ihr Abitur in der Tasche hatte, wollte sie schnellstens raus aus der Kleinstadt – rein ins Großstadtleben. Sie verließ ihre Heimatstadt Bayreuth und schrieb sich für Biowissenschaften an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main ein. Doch die Freude hielt nicht lange an: In der Mainmetropole fühlte sich Hübner schnell verloren, fand kaum Anschluss. „Alles war so anonym“, erzählt die heute 23 Jahre alte Bayerin. „Ich habe schnell gemerkt, dass das gar nicht mein Fall ist.“ Die Goethe-Uni zählt mit ihren rund 47.000 Studierenden zu den größten Hochschulen hierzulande. Für Hübner nicht das Richtige: zu viele Studierende, ein distanziertes Verhältnis zu den Lehrenden, zu wenig Praxisbezug. Schließlich brach sie das Studium nach vier Semestern ab.

          Viele angehende Studierende wollen nach dem Abitur am liebsten eins: raus aus ihrem Heimatort, hinein in die Großstadt. Sie erhoffen sich dort eine große Studierenden-Gemeinschaft, mehr Entfaltungsmöglichkeiten und eine interessantere Freizeitgestaltung. Riesige Bibliotheken und eine vielfältige Fächer- und Seminarauswahl machen das Lernen an großen Hochschulen zusätzlich attraktiv. Außerdem schinden die Metropolen-Unis im Lebenslauf Eindruck. Rankings zeigen: Viele Top-Schulen befinden sich in Großstädten. Vor allem die TU Berlin, die LMU München, die RWTH Aachen und die TU Dresden stehen bei Personalern hoch im Kurs, wie Hochschulrankings immer wieder zeigen.

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