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Eliteunis : Weshalb Deutschland kein Harvard braucht

  • -Aktualisiert am

Traum vieler Studierenden: Campus der Elite-Uni Harvard Bild: AP

Amerikas Eliteunis dürfen kein Vorbild für deutsche Hochschulen sein. Die Folgen wären politisch und gesellschaftlich fatal. Drei Vorschläge, um das zu verhindern. Ein Gastbeitrag.

          4 Min.

          Bei den amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2016 haben 70 Prozent der Personen mit einem College-Abschluss für die Demokraten gestimmt. Zwei Drittel der Personen ohne College-Ausbildung wählten Donald Trump. Auch 2020 hat sich daran nichts geändert. Die Polarisierung der Gesellschaft in eine Bildungselite und eine Schicht kulturell wie ökonomisch Abgehängter ist unverändert – und auch die elitäre Herablassung nach wie vor präsent. Diese demütigt aber nicht nur die Verlierer einer Meritokratie, sondern bewirkt auch ihre Anfälligkeit für Populismus und Wissenschaftsfeindlichkeit.

          Die Kehrseite der Meritokratie ist nämlich, dass sie Erfolg vorwiegend den eigenen Leistungen zuschreibt. Sie lässt unbeachtet, dass Erfolg auch Ergebnis der sozialen Herkunft, der Hautfarbe oder des Geschlechts ist. Die Folge ist, dass für die Verlierer die Ungleichheit immer schmerzlicher wird.

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