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Wegen „Indoktrinierung“ : Trump droht Unis mit Streichung von Steuerprivileg

  • Aktualisiert am

Trump am 11 Juli auf dem Weg ins Weiße Haus Bild: EPA

Zu oft gehe es um „linksradikale Indoktrinierung, nicht um Bildung“, twitterte der amerikanische Präsident. Daher soll das Finanzministerium nun die Finanzierung von Schulen und Universitäten prüfen.

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          Nach den Finanzmitteln das Steuerprivileg: Donald Trump hat Bildungseinrichtungen des Landes gedroht, sie mit finanziellem Druck auf Linie zu bringen. „In zu vielen Universitäten und Schulsystemen geht es um linksradikale Indoktrinierung, nicht um Bildung“, twitterte Trump am Freitag.

          Er habe das Finanzministerium deshalb angewiesen, deren Steuerfreiheit beziehungsweise deren Finanzierung zu prüfen. „Sie wird fortgenommen, wenn diese Propaganda oder Aktionen gegen öffentliche Ordnung weitergehen.“

          Was ihn zu seiner Äußerung veranlasst hat, behielt Trump für sich. Offen blieb auch, was er unter „radikaler Indoktrinierung“ versteht und wer entscheiden soll, was in diese Kategorie fällt. Die amerikanische Steuerbehörde listet sechs Aktivitäten auf, die für nicht profitorientierte Organisationen zum Verlust der Steuerfreiheit führen können.

          „Ideologie“ ist nicht darunter, wie Terry Hartle vom American Council on Education sagte, einer Vertretung von Universitätspräsidenten. Das Weiße Haus und das Finanzministerium äußerten sich zunächst nicht zu Trumps Tweet. Dieser reiht sich ein in weitere Drohungen gegen Schulen aus dieser Woche. So warnte der Präsident zweimal, Bundesmittel für Schulen zu streichen, die wegen der Coronavirus-Pandemie im Herbst nicht wieder öffnen.

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