Bayerns Hochschulreform :
Starke Präsidien, schwache Fakultäten

Von Jens Kersten, Martin Schulze Wessel
Lesezeit: 5 Min.
Die TU München (hier ihr Uhrturm) ist das Vorbild der Reform
Der bayerische Plan zur Reform der Hochschulen verschreibt sich der Ökonomisierung. Universitäten sollen von oben herab regiert werden - zum Nachteil der Wissenschaftsfreiheit. Ein Gastbeitrag.

Der Freistaat Bayern plant eine umfassende Reform seiner Hochschulen und Universitäten. In einem Eckpunktepapier für ein bayerisches „Hochschulinnovationsgesetz“ hat er seine Vorstellungen kürzlich konkretisiert. Zum Teil werden Reformen skizziert, die in anderen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen schon realisiert wurden, etwa der Plan, die Universitäten aus ihrer janusköpfigen Rechtsstellung als Körperschaften des öffentlichen Rechts und zugleich staatlichen Einrichtungen zu entlassen und sie in reine Personal-Körperschaften umzuwandeln. Damit sind die Übertragung der Dienstherrenfähigkeit und die Schaffung eines Globalhaushalts für die Universitäten verbunden, also einschneidende und schwierige Reformen, für die man jedoch Gründe anführen kann.

Ohne Abo weiterlesen
Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.