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Sozial, gesund und inklusiv : Unis gründen Netzwerk für das Wohlbefinden

Sollen - unter anderen - profitieren: Studenten der Uni Köln. Bild: dpa

Auf dem Weg zur Wohlfühl-Uni: Eine neue europäische Uni-Partnerschaft soll Forschung und Lehre dabei unterstützen, Gesundheit, Vielfalt, soziales Engagement und Inklusion voranzubringen.

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          Kooperationen zwischen Universitäten gibt es zuhauf. Was die Universität zu Köln und sechs weitere europäische Hochschulen nun aber auf den Weg gebracht haben, ist dann doch etwas ungewöhnlich: Die „European University for Well-Being“ (EUniWell). Ziel der Partnerschaft sei es, ein Umfeld zu fördern, „in dem sowohl die Europäerinnen und Europäer als auch ihre globalen Nachbarn bestens ausgebildet, sozial engagiert, gesund, inklusiv und in Vielfalt leben können“, teilten die Universitäten mit.

          Jessica von Blazekovic
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          An der Kooperation beteiligt sind neben Köln die Universitäten in Birmingham (Großbritannien), Florenz (Italien), Leiden (Niederlande), Linnaeus (Schweden), Nantes (Frankreich) und Semmelweis (Ungarn). Ein Sprecher der Uni Köln sagte, dass es schon bestehende Kooperationen zwischen diesen Hochschulen gebe und diese mit der EUniWell nun vertieft würden.

          Der Schwerpunkt des Bündnisses werde zunächst auf dem Konzept „Well-Being“ liegen, worunter die Universitäten Lebensqualität und Wohlbefinden verstehen. Untersucht werden soll unter anderem, wie eine „moderne, sozial engagierte und unternehmerische Universität“ das individuelle und soziale Wohlbefinden von Menschen unterstützen kann. Dafür sei ein gemeinsamer Fonds aufgelegt worden, um Forschung und Lehre in diesem Bereich zu finanzieren.

          255.000 Studierende sollen profitieren

          Wie viel Geld die einzelnen Partnerunis jeweils in den Topf einzahlen werden, steht dem Sprecher der Uni Köln zufolge noch nicht fest. Von den wissenschaftlichen Projekten sollen 255.000 Studierende und 44.000 Wissenschaftler Mitarbeiter der Partneruniversitäten profitieren. Dabei soll Chancengleichheit und Diversität gewährleistet und Mehrsprachigkeit und Interkulturalität gefördert werden. Auch ein physischer Austausch zwischen den Universitäten sei denkbar. Derzeit befinde man sich aber noch in der frühen Planungsphase, deshalb seien viele verschiedene Ideen in der Diskussion.

          „Wir freuen uns, die Kräfte und Stärken unserer sieben Universitäten zu bündeln. Wir schaffen eine ambitionierte, visionäre und besondere Allianz, die das Well-Being unserer Studierenden und MitarbeiterInnen, unserer Städte und Regionen sowie Europas und seiner Bürger insgesamt unterstützen wird“, ließen sich die Hochschulleiter der Partneruniversitäten zitieren. Die Zusammenarbeit über nationale Grenzen hinweg sei der beste Weg, um das Wohlbefinden und die Lebensqualität der europäischen Bevölkerung anzugehen.

          Die neue Initiative der sieben Universitäten reiht sich ein in ein gesteigertes Engagement europäischer Hochschulen, Kompetenzen zu bündeln und den interkulturellen Austausch zu fördern. Ein in diesen Zusammenhang auf den Weg gebrachtes Mammutprojekt ist die „Europäische Universität“, deren Gründung der französische Präsident Emmanuel Macron in seiner Rede an der Pariser Universität Sorbonne im Herbst 2017 angeregt hatte. Der Sprecher der Uni Köln sagte, die EUniWell sei zwar nicht Teil des EU-Projekts, zahle aber auf die Idee einer eng verbundenen europäischen Hochschullandschaft ein.

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