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Neue Daten : Promovieren ist nicht mehr Männersache

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Bunt gemischt: Eine Absolventenfeier in Bonn Bild: picture alliance / JOKER

Ist der Doktortitel aus der Mode gekommen? Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts sprechen dagegen. Wer in Deutschland promoviert und welche die beliebtesten Unis dafür sind.

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          Die Zahl der Studierenden und Studienanfänger stagniert oder geht leicht zurück. Aber wie sieht es bei den Promovierenden aus? Dazu hat das Statistische Bundesamt nun neue Zahlen veröffentlicht und die zeigen: Der Doktortitel ist keinesfalls aus der Mode gekommen. Im Gegenteil: Im Jahr 2021 befanden sich an den Hochschulen in Deutschland 200.300 Personen in einem laufenden Promotionsverfahren. Das waren 8000 Promovierende oder 4 Prozent mehr als 2020.

          Promovieren ist heutzutage längst nicht mehr Männersache, das Geschlechterverhältnis ist annähernd halb-halb: 48 Prozent sind weiblich, 52 Prozent männlich; im Vergleich zum Vorjahr ist der Frauenanteil damit leicht gestiegen. Und auch mit Blick auf weitere Vielfaltsmerkmale ist die Gruppe der Promotionsstudenten recht bunt gemischt: 23 Prozent stammen aus dem Ausland.

          An dem weit verbreiteten Eindruck, dass vor allem angehende Ärzte promovieren, ist j etwas dran: Rund ein Viertel der angehenden Doktoren promoviert in der Fächergruppe Medizin/Gesundheitswissenschaften. Fast genauso viel Interesse am Doktortitel haben aber Mathematiker und Naturwissenschaftler: 23 Prozent der Promovierenden fanden sich in dieser Fächergruppe. Auf Rang drei stehen die Ingenieurwissenschaften, erst danach folgen Jura, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

          Und an welchen deutschen Hochschulen wird am meisten promoviert? Hier hat Heidelberg die Nase vorn - sicherlich sind auch die vielen Medizinstudenten an der dortigen Ruprecht-Karls-Universität dafür mit ein Grund. Auf Platz 2 steht die Ludwig-Maximilians-Universität München, gefolgt von der zweiten Münchener Hochschule, der Technischen Universität München. Die RWTH Aachen mit ihrem Ingenieurwissenschaftlichen Fokus schafft es nur auf Platz 4.

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