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F.A.Z. exklusiv : Giffey wurde rechtswidrig bevorzugt

  • -Aktualisiert am

Franziska Giffey (SPD) Bild: dpa

Die Bundesfamilienministerin hätte für den Verstoß von Zitierregeln keine „Rüge“ durch die Freie Universität bekommen dürfen. Dafür fehlt es an einer Rechtsgrundlage, schreibt der Wissenschaftliche Parlamentsdienst des Berliner Abgeordnetenhauses.

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          Im August letzten Jahres, die Prüfung ihrer Doktorarbeit durch die Freie Universität war in vollem Gange, kündigte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ihren Rücktritt für den Fall an, dass sie ihren akademischen Titel verliere. Es wäre das frühe Ende einer politischen Karriere gewesen, die Giffey nach den Plänen ihrer Partei noch auf das Amt der Regierenden Bürgermeisterin von Berlin führen soll. Damit wäre die Sozialdemokratin, wenn sich an der Zuständigkeitsverteilung in der Berliner Landesregierung nichts ändert, auch Wissenschaftssenatorin und zuständig für die Universitäten.

          In dieser Lage hatte ihre im beschaulichen Dahlem residierende frühere Alma Mater zu entscheiden, wie sie damit umgehen will, dass Giffey auf 37 Prozent der Textseiten ihrer im Jahr 2010 bewerteten Dissertation plagiiert hatte. Diese Zahl hatte die Wissenschaftsplattform „VroniPlag Wiki“ ermittelt. Im Oktober 2019 erklärte die Freie Universität, dass Giffey die „Standards wissenschaftlichen Arbeitens nicht durchgängig beachtet hat“. Das Gesamtbild der festgestellten Mängel rechtfertigte die Entziehung des Doktorgrades nicht, das Präsidium der Hochschule erteilte jedoch eine „Rüge“, die inzwischen auch in der Doktorarbeit vermerkt ist.

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