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Präsenz- vs. Onlinelehre : „Ob offline oder digital, ist wurscht.“ – „Nein!“

Der Kinderzimmer-Hörsaal ist bitter: Da sind sich die Professoren Anja Lüthy und Roland Borgards einig. Aber sie ziehen sehr verschiedene Konsequenzen daraus für ihre Lehre. Bild: Nerea Lakuntza

Das kommende Semester wird in Teilen wieder digital. Aber wie soll die Hochschullehre aussehen, wenn Corona einmal vorbei ist? Ein Streitgespräch zwischen der Professorin Anja Lüthy und dem Professor Roland Borgards.

          11 Min.

          Herr Borgards, Sie haben vor einem Jahr an einem offenen Brief mitgeschrieben mit dem Titel „Zur Verteidigung der Präsenzlehre“. Was ist denn so schlimm am Digitalen?

          Nadine Bös
          Redakteurin in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.
          Sarah Obertreis
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Borgards: Am Digitalen ist gar nichts schlimm, das ist eines der Missverständnisse. Pro Präsenz zu sein heißt nicht, kontra digital zu sein. Mir scheint, der Gegensatz liegt viel mehr zwischen Nähe und Distanz. Es geht darum, ob die Universität der Zukunft eine Institution sein soll, die sich durch Nahbeziehungen auszeichnet oder durch mediale Distanzbeziehungen.

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