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Notenvergabe im Studium : Das Eigentor der juristischen Fakultäten

  • -Aktualisiert am

Wer Jurist werden will, muss die Freude an Gesetzestexten entwickeln. Bild: Patrick Junker

Die Noten von Juristen sollten vergleichbar sein. Doch der Anteil, den die Universitäten bestimmen, erschwert das – der Bundestag kann das ändern. Ein Gastbeitrag.

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          Auf den letzten Metern der laufenden Legislaturperiode steht eine Reform des Deutschen Richtergesetzes an. Die Länder wollen dabei auch einen schon länger beklagten Missstand bei der Ersten Juristischen Prüfung beseitigen. Seit 2003 handelt es sich dabei nicht mehr um eine reine Staatsprüfung, sondern um eine Kombination aus Staats- und Universitätsprüfung. Im Staatsteil herrschen weitgehend gleiche Prüfungsanforderungen in den Ländern. Bei der universitären Schwerpunktbereichsprüfung besteht dagegen gewollt große Vielfalt. Dieser Teil des Studiums wurde neu eingeführt, um den Fakultäten größere Spielräume und die Möglichkeit der Profilbildung einzuräumen. Dem entsprach es, weder den inhaltlichen Zuschnitt der Schwerpunktbereiche noch die Formen der Prüfung engmaschig vorzugeben.

          Welche Folgen dies für die Ergebnisse der das Jurastudium abschließenden Ersten Prüfung haben musste, war absehbar: Im Staatsteil halten sich die Divergenzen zwischen den einzelnen Universitäten in Grenzen. Dagegen findet sich bei den Ergebnissen der universitären Schwerpunktbereichsprüfungen ein überaus buntes und vielscheckiges Bild. Es bestehen beträchtliche Unterschiede bis hinein in die verschiedenen Schwerpunktbereiche einer Fakultät. Dieser Befund wurde von den Justizministerien wie auch vom Deutschen Juristenfakultätentag über viele Jahre hinweg sorgfältig erhoben und dokumentiert.

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