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Kopftuch-Diskussion : Der Wille zum Unwissen

  • -Aktualisiert am

Die Universität Frankfurt war schön häufiger Schauplatz aktivistischer Proteste. Bild: Carlos Bafile

An der Universität Frankfurt geht eine Podiumsdiskussion zum Thema Verschleierung im Tumult unter. Am Ende fliegen die Fäuste. Was treibt die Aktivisten an? Ein Gastbeitrag.

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          Bei einer Veranstaltung zum islamischen Kopftuch kam es in Frankfurt zu tumultähnlichen Zuständen, noch ehe die Diskussion überhaupt beginnen konnte. Offenbar wurde schon die bloße Debatte über das Kopftuch als „rassistisch“ wahrgenommen.

          Angesichts des offenkundigen Unwillens zur Diskussion ist es angebracht, sich einige Fakten bewusst zu machen: Vor einigen Jahren unterrichtete ich an der Universität Göttingen ein islamwissenschaftliches Seminar, in dem ich auch Ausschnitte aus arabischen Filmen zeigte. Einer davon zeigte die Sängerin Asmahan mit ihrem Erfolgschanson „Layali l-uns fi-Vienna“ von 1944. In dem Ausschnitt tanzt sie auf der Bühne in einem Ballkleid Walzer und trinkt Champagner. Eine Studentin fragte, ob es denn mit dem Film keine Schwierigkeiten gegeben habe. Der Alkohol und der Tanz hätten doch sicher religiöse Gefühle verletzt. Ich hatte den Mund noch nicht aufgemacht, um zu antworten, da rief eine andere Studentin, die aus dem Libanon stammte: „Aber warum denn? So war es bei uns: normal!“

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