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Job in der Wissenschaft : Wie eine Uni-Karriere gelingen kann

  • -Aktualisiert am

Von Befristung zu Befristung: Wer sich von den Bedingungen nicht abschrecken lässt, findet in den Naturwissenschaften noch relativ leicht eine Promotionsstelle. Bild: picture alliance / dpa

Viele Studierende wollen auch nach dem Abschluss an der Uni bleiben, um Karriere zu machen. Doch einfach ist das nicht – es warten hohe Hürden, von denen die Befristung nur eine ist.

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          Johanna Kranz’ Hochschulkarriere ist lückenlos: Direkt nach dem Abitur 2008 fing sie an, Biologie, Deutsch und Bildungswissenschaften zu studieren. Nebenbei jobbte sie als wissenschaftliche Hilfskraft. Sie hatte auf Lehramt angefangen, aber „ich wollte einfach mehr lernen und wissen“, sagt die 32-Jährige. Deswegen entschied sie sich, acht Jahre nachdem sie an der Uni begonnen hatte, gegen den Schuldienst und fürs Promovieren – in Biologiedidaktik. Seit Februar hat sie ihren Doktortitel in der Tasche und direkt eine Postdocstelle angeboten bekommen. Nervenaufreibende Bewerbungsprozesse sind Kranz also erspart geblieben.

          Und das, obwohl es alles andere als leicht ist, einen wissenschaftlichen Job an einer Hochschule zu bekommen. Eine Statistik der Hochschulrektorenkonferenz zeigt: Trotzdem entscheiden sich immer mehr Studierende dafür, es zu probieren. 2020 haben fast 28.000 Studierende promoviert – knapp 3000 mehr als vor zehn Jahren. Zwar ist gleichzeitig auch die Zahl der Professuren gewachsen, von knapp 41.000 auf mehr als 48.000, aber genug für alle gibt es trotzdem bei Weitem nicht. Die meisten wissenschaftlichen Mitarbeiter hangeln sich stattdessen von Befristung zu Befristung.

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