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Egal ob Cicero oder Nietzsche: Viel gelesen zu haben kann eine Stärke auf dem Arbeitsmarkt sein. Bild: Picture-Alliance

Geisteswissenschaftler : Mit Flexibilität zum Erfolg

  • -Aktualisiert am

Früher hieß es immer wieder mal: Geisteswissenschaftler werden als Taxifahrer enden. Heute suchen viele Unternehmen nach ihnen – und prominente Vorbilder gibt es einige.

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          In Paderborn gibt es weniger Taxifahrer als marode Rohre. Zumindest war das vor 25 Jahren so, als Mareike Menne ihr Geschichtsstudium an der Universität Paderborn begann. Weshalb der begrüßende Professor in der Erstsemesterveranstaltung auch nicht das Klischee der studierten Taxifahrer bemühte, aber sehr wohl den Beruf des Klempners empfahl. An drei Botschaften von damals kann sich Menne bis heute erinnern. Erstens: „Wir wollen Sie hier nicht.“ Zweitens: „Es gibt so viel Sinnvolleres, was Sie mit Ihrer Zeit machen könnten.“ Drittens: „Wir schlechtgelaunten älteren Herrschaften sind hier auch nur aus Glück und erleiden unser Schicksal, Staatsdiener zu sein.“

          Menne machte trotzdem weiter: An ihren Magisterabschluss hängte sie noch eine Promotion und dann sogar eine Habilitation dran. Die Frage, wie man als Historikerin auch in der freien Wirtschaft Geld verdienen könnte, ging ihr dabei nie aus dem Kopf. Sie diskutierte darüber auch mit jenem Professor aus der Erstsemesterbegrüßung, der inzwischen ihr Doktorvater geworden war. Weil Menne mit der Selbständigkeit liebäugelte, mahnte dieser: „Passen Sie auf, dass Sie keine Brotgelehrte werden.“

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