https://www.faz.net/-gyl-9t8p8

Interview-Reihe „Auf ein Wort“ : Die Vorzüge des logischen Denkens

  • -Aktualisiert am

Jana Mehringer studiert an der Universität Mainz im 7. Semester Rechtswissenschaft. Bild: Cornelia Sick

Jana Mehringer studiert Jura in Mainz – immer glücklich ist sie damit nicht. Weshalb sie sich ein praxisorientierteres Studium wünscht und wo sich die besten Bars in Mainz verstecken, erzählt sie im Kurzinterview.

          1 Min.

          Was liegt an diese Woche?

          Jana Mehringer: Ich habe viele Veranstaltungen im Zivilrecht. Es gibt ja drei Bereiche: Öffentliches, Straf- und Zivilrecht. Von den dreien gefällt mir Zivilrecht bisher am besten. Die Denkweise, mit der man die Fälle löst, liegt mir sehr.

          Was gefällt Ihnen an dem Fach, das Sie studieren?

          Logisches Denken macht mir Spaß, und das braucht man in der Rechtswissenschaft. Das Fach gibt mir auch die Möglichkeit, mich eingehend mit einem Thema zu befassen. Man arbeitet ja nicht nur mit dem Gesetz, sondern auch mit Literatur.

          Und was stört Sie?

          Mich stört es, dass das Studium nicht wirklich praxisorientiert ist. Wir lernen sehr viel Stoff, aber wenig davon bereitet einen zum Beispiel auf den Anwaltsberuf vor. Andererseits gibt es dafür ja das Referendariat. Zudem kommt es bei Prüfungen nicht immer nur auf gute Leistungen an. Korrektoren legen auch Wert auf einen guten Stil. Das kann sehr demotivierend sein.

          Was wollten Sie Ihrem Universitätspräsidenten schon immer mal sagen?

          Uns wurden Wasserspender versprochen. Ich würde ihn fragen, wo die bleiben.

          Ihr Lieblingsort an der Universität?

          Ich verbringe selbstverständlich die meiste Zeit in der Bibliothek. Aber der Botanische Garten ist sehr schön. Dort setzen die Biologen Pflanzen, denke ich. Auf jeden Fall ist der ziemlich groß und super zum Entspannen.

          Und wohin gehen Sie auf keinen Fall, wenn Sie nicht müssen?

          Ich vermeide es, die Toiletten in der Zentralbibliothek zu benutzen. Dort ist es nicht wirklich angenehm. 

          Wo ist in der Universität der beste Ort zum Flirten?

          Ich denke, ein guter Ort sind die Cafés hier auf dem Campus.

          Wie wohnen Sie?

          Ich wohne im „Campo Novo“. Das ist ein privates Studentenwohnheim hier in Mainz am Hauptbahnhof.

          Wie finanzieren Sie Ihr Studium?

          Ich habe einen Nebenjob in einer Kanzlei. Die Miete zahlt mein Vater.

          Wo gehen Sie abends am liebsten hin?

          Wenn man gemütlich ein Glas Wein oder Schorle trinken will, kann ich das „Bergschön“ empfehlen. Ansonsten gehe ich gerne ins „Onkel Willy’s Pub“. Dort kann man Billard spielen, und das Bier schmeckt gut. „Die Waffel“ kann ich auch sehr empfehlen, wenn man essen gehen möchte.

          Was gefällt Ihnen an Mainz, was nicht?

          Mainz hat für mich die perfekte Größe. Es ist nicht zu groß, trotzdem hat man viele Angebote und Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Es könnte allerdings ein paar mehr Clubs geben.

          Was wollen Sie nach dem Studium machen?

          Zurzeit fände ich vor allem einen Job als Richterin oder Staatsanwältin spannend.

          ***

          Jana Mehringer, 22 Jahre, studiert an der Universität Mainz im 7.Semester Rechtswissenschaft.

          Aufgezeichnet von Timo Kalbitzer

          Weitere Themen

          Muss das so aussehen?

          FAZ Plus Artikel: Stadtplanung : Muss das so aussehen?

          Der Stadtplaner Jan Knikker kommt aus Bad Soden und arbeitet in einem Architektenbüro in Holland. Er wirbt für die „kompakte Stadt“, sprich: mit möglichst viel Grün in die Höhe bauen. In Frankfurt sei kein Leben, wenn im Bankenviertel die Büros schließen, findet er.

          Topmeldungen

          Die Ziele der EZB sind umstritten.

          Debatte um Inflationsziel : Was die EZB wirklich antreibt

          Ist die Inflationsbekämpfung das einzig wahre Ziel der EZB oder gibt es noch andere implizite Absichten, die in Entscheidungen einfließen? Eine neue Studie stellt ein interessantes Experiment an.
          Die Eröffnung der Vogelfluglinie: Der dänische König Frederik IX. (links) und Bundespräsident Heinrich Lübke gehen im Mai 1963 im dänischen Hafen Rodbyhavn an Bord der Fähre.

          Von Hamburg nach Kopenhagen : Abschied von der Vogelfluglinie

          Die Zugfahrt von Hamburg nach Kopenhagen führte jahrzehntelang mit der Fähre über die Ostsee. Das war mal ein Verkehrsprojekt der Superlative. Nun ist die Verbindung über das Schiff Geschichte. Eine letzte Fahrt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.