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Abschlussarbeit im Lockdown : Virus frisst Thesis

  • -Aktualisiert am

Nur noch zum Mitnehmen: Die Bibliotheken der FU Berlin dürfen seit zwei Monaten nicht mehr betreten werden. Bild: Ulrich Baumgarten / vario images

Geschlossene Bibliotheken und Labore: In der Pandemie sind Abschlussarbeiten herausfordernder geworden als ohnehin schon. Die Unis bieten Hilfe, stoßen aber an Grenzen.

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          Die Waschmaschine schleudert, der Paketbote klingelt, die Katze will gestreichelt werden. Konzentration? Fehlanzeige. Gern würde Lehramtsstudentin Sarah Frecker in die Bibliothek fahren, um ungestört ihre Abschlussarbeit schreiben zu können. Doch die darf sie wegen der Corona-Regeln der Universität zu Köln nur für maximal 15 Minuten betreten, um Bücher auszuleihen. „Ich sitze an der bisher umfangreichsten Arbeit meines Studiums und habe keinen Platz, an dem ich ungestört schreiben kann. Das ist sehr anstrengend“, sagt Frecker, die Englisch und Geschichte auf Gymnasial- und Gesamtschul-Lehramt studiert.

          Frecker ist eine von schätzungsweise rund 380.000 Studierenden, die in diesem Jahr ihren Bachelor oder Master abschließen. Auch ohne Corona-Beschränkungen gilt die Thesis als höchste Hürde im Studium. Sie macht einen großen Teil der Abschlussnote aus, die Arbeit zu schreiben dauert in den meisten Fällen mehrere Monate. Jetzt macht es die Pandemie noch schwerer: Bibliotheken sind geschlossen oder lediglich für den Ausleihbetrieb geöffnet, Beratungsgespräche nur eingeschränkt möglich und Naturwissenschaftler dürfen, wenn überhaupt, nur noch ein paar Stunden in der Woche in die Labore gehen.

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