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Geburtshelfer an Unis : Was das neue Studium für Hebammen bringt

Die Studiengangsinteressierte Magdalena Wagner und zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen der HAW Hamburg demonstrieren die Geburt eines Kindes. Bild: Daniel Pilar

Wer Geburtshelferin werden möchte, muss in Zukunft studiert haben. Zu Besuch an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg – wo im Herbst die ersten 60 Studierenden erwartet werden.

          8 Min.

          Behutsam deckt Uta Gaidys den kugelrunden Babybauch der Puppe zu, bevor die Kamera die Szene einfängt. So viel Privatsphäre muss sein: Unten rum trägt die Puppe nichts, sie soll ja gleich ein Kind gebären. Mit einem flinken Handgriff fischt Gaidys eine Babypuppe unter der Decke hervor: „Dieser Geburtsvorgang war jetzt einfach“ sagt sie und lacht. Doch so simpel, ein Kind zur Welt zu bringen, ist es im wahren Leben nicht. Deshalb gibt es Hebammen. Sie sollen Frauen vor, während und nach der Geburt ihres Kindes unterstützen. Ärzte kommen erst bei Komplikationen ins Spiel. Diese Unterscheidung ist Gaidys wichtig: Während eine Hebamme in Deutschland auch ohne einen anwesenden Arzt oder eine Ärztin eine Geburt durchführen darf, gilt das andersherum nicht.

          Jessica von Blazekovic

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Mit der jüngsten Reform der Hebammenausbildung befinden sich die Hebammen künftig noch mehr auf Augenhöhe mit den Ärzten: In Zukunft erfordert der Beruf, der bislang in einer dreijährigen Ausbildung erlernt werden konnte, ein abgeschlossenes (Fach-) Hochschulstudium. Ein Bachelorabschluss qualifiziert die Studierenden zur Ausübung des Berufes. So steht es in dem entsprechenden Hebammen-Gesetz, das Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Anfang des Jahres auf den Weg gebracht hat.

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