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Hackerangriff : Kein Anschluss unter dieser Uni

  • -Aktualisiert am

Hörsaal der Universität Duisburg-Essen Anfang Oktober 2021 Bild: picture alliance/dpa

Die Universität Duisburg-Essen ist derzeit nach einem Hacker-Angriff nicht erreichbar. Solche Attacken dürften zunehmen.

          1 Min.

          Über ihre persönlichen Websites und Mailadressen kommunizieren derzeit einige Professoren von Instituten der Universität Duisburg-Essen (UDE), weil die Internetanwendungen, E-Mail und die Festnetztelefonie nach einem Hackerangriff vom Wochenende weiterhin nicht erreichbar sind. „Die gesamte IT-Infrastruktur musste daraufhin heruntergefahren und vom Netz getrennt werden“, teilte die Universität mit.

          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Große Teile der IT-Infrastruktur seine verschlüsselt worden, die Angreifer forderten zudem Lösegeld. Die Hochschulleitung habe Anzeige erstattet und die zuständigen Sicherheitsbehörden informiert. Die Vorlesungen finden weiter statt, wer eine Abgabe zwischen dem 28. November und dem 12. Dezember hat, für den verlängert sich die Frist um zwei Wochen.

          „Überlastete, unterbesetzte IT-Sicherheitsteams machen zwangsläufig Fehler“

          Während es jeden Tag zahlreiche Angriffe auf Unternehmen gibt, sind Universitäten bislang noch vergleichsweise selten getroffen worden, allerdings gab es nun die zweite Sicherheitslücke innerhalb kurzer Zeit: Im Sommer war der Internetzugriff an der FH Münster nach einem Hackerangriff abgeschnitten worden, in früheren Jahren gab es erfolgreiche Attacken auf die TU Berlin und an der Uni Gießen. In Essen bislang nicht betroffen ist das Univer­sitätsklinikum, jedoch gab es schon Anfang vergangener Woche einen Teilausfall der IT-Systeme im Klinikum Lippe, wovon alle drei Standorte in Detmold, Lemgo und Bad Salzuflen auch jetzt noch betroffen sind. Die Versorgung der Patienten sei gewährleistet, hieß es.

          Fachleute rechnen damit, dass sich die Bedrohungslage aufgrund des Mangels an Fachkräften zuspitzen dürfte. „Überlastete, unterbesetzte IT-Sicherheitsteams machen zwangsläufig Fehler“, sagt etwa Marcin Kleczynski, Vorstandschef des IT-Sicherheitsunternehmens Malwarebytes. Sie seien nicht mehr in der Lage, angemessen auf die Menge und Raffinesse an Cyberbedrohungen zu reagieren.

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