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Interview mit einem Studenten : Wenn die Genderdebatte Punkte kostet

  • -Aktualisiert am

Prüfung an der Uni Kassel Bild: dpa

Weil er Frauen in einem wissenschaftlichen Text nur mitgemeint, aber nicht direkt angesprochen hatte, bekam ein Student der Uni Kassel Punktabzug. Ein Interview über das Gendern und die Debattenkultur an Unis.

          6 Min.

          Die Uni Kassel spricht sich auf ihrer Website für die Verwendung gendergerechter Sprache aus und bezeichnet das generische Maskulinum als ungeeignet, Geschlechtergerechtigkeit auszudrücken. Dozenten könnten, so heißt es, selbst entscheiden, ob sie das Gendern zum Bewertungskriterium bei Prüfungsleistungen machen, dies müsse jedoch transparent angekündigt werden. Von solch einem Fall hat jetzt die Hessische/Niedersächsische Allgemeine berichtet: Bereits im Wintersemester 2018/19 waren einem Studenten Punkte abgezogen worden, weil er in einer Studienleistung keine gendergerechte Sprache verwendet hatte. Die Hochschule hat in einer Stellungnahme reagiert und darauf hingewiesen, dass solche Punktabzüge nur unter spezifischen Voraussetzungen gestattet sind. Bisher habe es über diese Praxis keine Beschwerden gegeben; der Universitätsleitung sei der Fall nur aus den Medien bekannt.

          Wir haben mit dem betroffenen Studenten gesprochen.

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