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Plagiatsfall : Gefälligkeit für Giffey

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Weiter unter Plagiatsverdacht: Bundesministerin Franziska Giffey Bild: dpa

Das Plagiatsgutachten der FU Berlin enttäuscht. Eine Tendenz zur Entlastung von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ist deutlich herauszulesen.

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          Dass die Freie Universität (FU) Berlin den Kommissionsbericht zur Überprüfung der Dissertation von Franziska Giffey geheim halten wollte, verwundert nicht. Denn der Bericht, dessen Herausgabe Studenten mit Hilfe des Informationsfreiheitsrechts erzwungen haben, enttäuscht in vielerlei Hinsicht.

          Dazu gehört schon die enge Formulierung des Untersuchungsauftrags, den der Promotionsausschuss des Otto-Suhr-Instituts zu verantworten hat: Die Kommission sollte ausschließlich die bis zum 9. Mai 2019 auf der Wissenschaftsplattform „Vroniplag Wiki“ dokumentierten Plagiatsfragmente bewerten. Dagegen hatte die Kommission keinen Auftrag, selbst eine Plagiatsprüfung vorzunehmen; also das nachzuholen, was die Doktormutter Tanja Börzel schon 2009 vergaß. Die Kommission hatte auch keinen Auftrag, inhaltlichen Kritikpunkten nachzugehen. Etwa dass Giffey den empirischen Teil auf Interviews stützt, deren Gesprächspartner von finanziellen Zuwendungen des Bezirks profitierten, für den sie damals arbeitete. Trotzdem kommt die Kommission für diesen mutmaßlich plagiatsfreien Teil der Arbeit zu dem Schluss, dass Giffey hier „durchaus“ ihre Fähigkeit beweise, „eigenständig wissenschaftlich zu arbeiten und bei ihrem Vorgehen die methodischen Standards der empirischen Politikforschung anzuwenden“.

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