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Politologin Nathalie Behnke : „Ein gutes Pandemiemanagement muss nicht immer einheitlich sein“

Schaulaufen oder Sachpolitik? Diskussion im Bundesrat über das Infektionsschuitzgesetz Bild: dpa

Im Frühjahr gab es viel Lob für den Umgang Deutschlands mit der Pandemie. Jetzt, in der zweiten Welle, wächst die Kritik. Ob sie gerechtfertigt ist, untersucht die Politologin Nathalie Behnke.

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Im Frühsommer war die Rede vom „Corona-Wunder Deutschland“ und vom guten Pandemiemanagement. Gilt das auch noch in der zweiten Welle?

          Das vorbildliche deutsche Pandemiemanagement hat sich ein Stück weit normalisiert. Im Konzert der anderen europäischen Staaten ist Deutschland nicht mehr besonders auffällig. Wir haben nur andere Zyklen. Wir sind später dran als die anderen Länder, aber man weiß nicht so genau, warum. Unterschiede zum Frühjahr sehe ich in der Abstimmung der 16 Bundesländer untereinander. Das könnte am Wahlkampfmodus liegen. 2020 hatten wir keine Wahlen. Das Pandemiemanagement war lediglich überlagert von der Diskussion um den CDU-Parteivorsitz und das ausgeprägte Konkurrenzverhalten der Ministerpräsidenten Söder und Laschet. 2021 jedoch stehen insgesamt zehn Wahlen an – auf kommunaler und Länderebene sowie die Bundestagswahl. Das merkt man.

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